12.12.2017: Besuch des Posttowers Bonn fĂŒr Mitglieder und Ehrenamtliche

Am 12.12.2017 besichtigte eine Gruppe von 15 Ehrenamtlichen den Posttower in Bonn. Es war ein rundherum gelungener Besuch!


Wussten Sie schon,
- dass der Posttower aus zwei getrennten TĂŒrmen besteht, die durch 10 Andreaskreuze zusammengehalten werden?
- dass die FahrstĂŒhle 6 Meter pro Sekunde zurĂŒcklegen?
- dass Vorstandsmitglieder schwindelfrei sein mĂŒssen und keine Höhenangst haben dĂŒrfen, da sie in den oberen Etagen sitzen?
- dass der Turm bei Wind bis zu 20cm schwankt?
- dass die Biologen vom Museum König sich intensiv darum kĂŒmmern, dass möglichst wenige Vögel gegen den Turm fliegen?
- dass Sie auf einigen Fluren die Schuhsohlen der Personen, die im Flur ĂŒber Ihnen gehen, durch die Fußböden aus Milchglasssteinen sehen können?
- und dass die vielen hunderttausend LĂ€mpchen in der Außenfassade immer neu programmiert werden können und so immer neue Lichtbilder gezeigt werden können?

Wir waren sehr beeindruckt vom GebÀude und konnten sogar den Kölner Dom sehen. Diesen Besuch können wir nur weiterempfehlen.

 

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12.11.2017: Sturm, Gewitter und Hirtengesang


Bildquelle: Bild wurde von einem MĂ€dchen, das an der Veranstaltung teilgenommen hat gemalt

Ein paar Impressionen aus dem Beethovenhaus und ein Bild, das eines unserer Kinder gemalt hat.

 

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  • Beethovenhaus_kinder1

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05.11.2017: „KrĂ€ftig pusten“


Bildquelle: Kultur verbindet e.V.

Unter diesem Motto fanden sich 13 Kinder von „Kultur Verbindet“ am Sonntag, dem 05. November 2017 in der Bundeskunsthalle ein. Dort konnten sie zunĂ€chst in den AtelierrĂ€umen Wasserfarben auf weißes, schwarzes oder blaues Papier trĂ€ufeln, mit dem Strohhalm verblasen, mit SchwĂ€mmchen verteilen und verreiben oder mit Papier abtupfen, so dass bunte Wetterbilder entstanden, die an Sonne, Regen, Schnee und Gewitter erinnerten. Danach wurden die Kinder in die laufende Klimaausstellung gefĂŒhrt, wo sie sich anschauen konnten, wie KĂŒnstler mit dem Thema Wetter umgegangen sind. Aber das grĂ¶ĂŸte Erlebnis war wohl, einem in einer dunklen Kammer erzeugten Blitz auf sich zukommen zu sehen und ihn sogar durch die Kettenwand mit einem Kettenhandschuh berĂŒhren zu können (faradayscher KĂ€fig). Ein spannender und lehrreicher Vormittag fĂŒr die Kinder!

- Marianne Horling

 


 

13.10.2017: Kistenfest Andreasschule

 
Bildquelle: Kultur verbindet e.V.

Kurz vor den Herbstferien haben endlich auch die Kinder an der Andreasschule, die bereits seit Februar zusammen mit den Patinnen und Paten lesen, ihre BĂŒcherkisten bekommen. Bei der kleinen Veranstaltung im Oktober erzĂ€hlte jedes Tandem kurz ĂŒber die bereits gelesenen BĂŒcher und das aktuelle Buch, mit dem gerade gelesen wurde. Im Schnitt hatten die Kinder schon 3 BĂŒcher „erlesen“. Weiter so!

 


 

Bericht: Wer rastet, der rostet
 Ein Naturerkundungsausflug fĂŒr Kinder, Eltern und Paten am 08.10.2017


Das Bild hat Nora gemalt

Um 10 Uhr begann fĂŒr Nora, ihren Vater und mich, die Lesepatin, der Ausfiug mit "Bonnatours". Mit dem Auto fuhren wir bis zur FĂ€hre "Rheinallee". Nach etwa 10 Minuten war die FĂ€hre da. Der Fahrpreis fĂŒr Erwachsene betrĂ€gt 1.30 €, der Fahrpreis fĂŒr Kinder 60 Cent. Weil es gerade geregnet hatte, haben wir uns in einem kleinen beheizten Raum ans Fenster gestellt. Das Wasser des Rheins war grau, der Himmel leider auch. Es gab viele kleine Wellen und wir dachten schon, die FĂ€hre fĂ€hrt, dabei lag die Ladeluke noch auf dem Festland auf, nur die Wellen tanzten. Plötzlich fuhren wir wirklich und nach etwa 5 Minuten hatten wir die andere Rheinseite in Königswinter erreicht. Nun mussten wir die Lindenstr. finden. Zuerst gingen wir in den Ort hinein, um die alte Kirche herum, dann weiter geradeaus, an dem Denkmal von Herrn Tengler vorbei, ĂŒber die Bahngleise rĂŒber, weiter geradeaus und endlich links ab in die Lindenstr.. Das Haus Nr. 21 hatte ein hellblaues Hoftor, das jetzt um 10.30 Uhr noch geschlossen war. Nora stĂ€rkte sich mit einem Schluck Saft und wir guckten uns die FachwerkhĂ€user mit ihren schwarzen und braunen Holzbalken an. In einem Haus ist ein Museum fĂŒr Weinbau untergebracht.


Da bog ein rotes Auto um die Ecke, Frau Dettmann - Nouri, die den Ausflug fĂŒr uns organisiert hat, suchte noch einen Parkplatz in den schmalen Gassen. Durch das blaue Tor kamen wir in einen schönen, kleinen Innenhof. Auf MĂ€uerchen und FensterbĂ€nken gab es kleine Drachenfiguren und Köpfe von Menschen aus Stein und Ton zu sehen. Lauter spannende Sachen: ein Tandemfahrrad, randvolle Regentonnen... im GĂ€rtchen fanden wir ganz viele HaselnĂŒsse, die wir gleich eingesammelt haben, um den Eichhörnchen im Wald ein Geschenk machen zu können.


Inzwischen waren alle Teilnehmer eingetroffen. Drei VĂ€ter, sechs Kinder und drei Frauen. Sonja ist Biologin. Sie kennt sich aus mit den Pflanzen und Tieren im Wald in Oberdollendorf. Der Weg fĂŒhrte uns an einer Wiese mit zwei braunen und zwei schwarzen Schafen vorbei. Die waren mit Grasfressen beschĂ€ftigt und ließen sich durch unser: "Och, wie sĂŒĂŸ!" nicht aus der Ruhe bringen. Weiter bergauf kamen wir an einer Ponyweide vorbei. Dann waren wir im Wald unter einer großen Buche angekommen.


Wir haben versucht, uns vorzustellen, wie es den Eichhörnchen in ihrer Baumhöhle geht. Diese Höhlen nennt man "Kobel". Eichhörnchen halten Winterschlaf, wenn sie ganz dollen Hunger haben, mĂŒssen sie runter vom Baum und sich die NĂŒsse, Eicheln und Kastanien suchen, die sie im Herbst versteckt haben. Wir haben das mal, jeweils mit drei HaselnĂŒssen ausprobiert. Schon nach ein paar Minuten "Winterschlaf' haben wir es nicht geschafft, alle NĂŒsse wieder zu finden. Aus solchen NĂŒssen entstehen irgendwann BĂ€ume. Wir haben keimende Eicheln gefunden, die ihre Schale schon aufgeknackt hatten, um bald Wurzeln zu bilden...und irgendwann vielleicht, wenn genug Platz und Licht vorhanden ist... zu einem großen Baum heranzuwachsen.


Je mehr wir den Waldboden absuchten, desto mehr gab es zu entdecken. Pilze in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen und Farben und viele kleine Tiere. Sonja hatte Plastikdosen mit Lupendeckel mitgebracht. Darin konnten wir die gesammelten Tiere unterm
VergrĂ¶ĂŸerungsglas ansehen. Wir haben Kellerasseln, eine Motte, LaufkĂ€fer, eine grĂŒne Spinne, Schneckeneier, eine Weinbergschnecke mit Haus, eine Nacktschnecke und drei verschiedene HundertfĂŒĂŸler gefunden. Eine Sorte hatte einen breiten schwarzen Schuppenpanzer, unter dem man die FĂŒĂŸe kaum sehen konnte. Eine andere war braun und dĂŒnn hatte breite, zur Seite gestellte Beine. Eine dritte Variante, hellbraun, mit spitz auslaufendem Schwanz, sie war sehr beweglich, kringelte und ĂŒberschlug sich stĂ€ndig, Sonja erzĂ€hlte, dass diese Tiere keine BlĂ€tter und Pflanzenreste sondern andere Tier, wie zum Beispiel Kellerasseln fressen. Hevi hatte eine Assel und einen HundertfĂŒĂŸler in ihrem GefĂ€ĂŸ, wir konnten sehen, dass er immer wieder versuchte zur Assel zu kommen... als wir einen zweiten HundertfĂŒĂŸler dazu getan haben, begannen sie sofort, sich zu bekĂ€mpfen. Bald darauf haben wir alle Tier wieder frei gelassen. Auf dem RĂŒckweg zu Sonjas Haus sind wir an den Rebstöcken, den Pflanzen an denen die Weintrauben wachsen, vorbeigekommen. Die Trauben waren schon abgeerntet. Gut, dass wir unser Schirme dabei hatten, auf den letzten 200 Metern hat uns ein heftiger Regenschauer erwischt. So sind wir ganz schnell in Sonjas gemĂŒtlicher Werkstatt und bei einem Becher heißem Tee angekommen - das tat gut.

Sonjas Werkstatt war frĂŒher einmal eine Backstube. Eine Wand war bis unter die Decke gekachelt und man konnte die Backofenluke und verschiedene "Gehkammern" fĂŒr den Hefeteig sehen.

Die Erwachsenen haben auf Deutsch und Arabisch erzĂ€hlt. Die Kinder haben mit Sonja BlĂ€tterabdrĂŒcke in Ton gemacht. Entlang der Außenkante des Blattes haben sie mit einem Zahnstocher die Konturlinie gezogen - das sieht sehr schön aus. Auf zwei weiteren Tonscheiben hat jedes Kind Ritzzeichnungen von Tieren gemacht. Katzen, Eulen, Eichhörnchen, Himmel, Erde und FrĂŒchte sind so entstanden. FrĂŒchte, die die Kinder gerne essen und von denen die Tiere im Wald vielleicht wĂ€hrend des Winterschlafs tĂ€umen. Die Tonarbeiten durften wir mitnehmen.


Um 14 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Die Variante mit der Straßenbahn war leider nicht möglich, weil die Strecke wegen einer Baustelle gesperrt war. Also sind wir tapfer im Regen bis zur FĂ€hre gelaufen, diesmal mit Hevi, ihrem Vater und ihrem Bruder zusammen. Hevis Familie hat sogar frĂŒher einmal in derselben Straße, in der Nora wohnt, gelebt. Hevi geht in eine andere Klasse in der Andreasschule und so konnten Nora und Hevi sich bei dem heutigen Ausflug besser kennenlernen.
Der Bericht ist von Nora gelesen worden, sie findet wir haben nichts vergessen, also viele GrĂŒĂŸe an Alle! AusflĂŒge sind toll und vielen Dank auch an Frau Dettmann- Nouri fĂŒrs Organisieren.

 


 

04.10.2017: Startveranstaltung an der Lyngsbergschule


Bildquelle: Pixabay

14 Kinder aus den zweiten Klassen fangen neu im Projekt „Meine erste Bibliothek“ an und lesen ab jetzt regelmĂ€ĂŸig mit ihren BuchPaten und BuchPatinnen. Am 04.10.2017 fand die Startveranstaltung statt, bei der sich Kinder und die Paten und Patinnen zum ersten Mal kennenlernten. Die Aufregung und NervositĂ€t legte sich schnell, als gemeinsam das erste Buch ausgesucht wurde und die Tandems gleich mit dem Lesen anfingen.
Sehr viele Eltern der Kinder waren gekommen und lernten so direkt die BuchPatInnen ihrer Kinder kennen. Es gab viel zu erzÀhlen und niemand wollte so recht nach Hause gehen.

Der Dank fĂŒr diese gelungene Auftaktveranstaltung geht an die zwei Klassenlehrerinnen Frau Karaismail und Frau Koottanickal und an die Koordinatorin vom Verein  Kultur verbindet, Frau Greiffendorf!

 


 

24.09.2017: Workshop "Wir bauen ein Raketenauto"

Luftballons
Bildquelle: Pixabay

„Wir alle bauen ein Raketenauto“ - mit diesem Ziel kamen am 24. September ca. 14 Jungen und MĂ€dchen aus Marokko, Syrien, Indien und anderen LĂ€ndern in den RĂ€umen der AWO in Lannesdorf zusammen. Der Verein „Kultur verbindet“ hatte dazu eingeladen, und alle Kinder waren neugierig und aufgeregt, ob sie ein solches Auto wirklich selbst bauen können.
Vor dem Schrauben war aber zunÀchst Zuhören und Verstehen erforderlich. Wie und womit  kann ich Zentimeter und Millimeter genau messen? Wo soll der Punkt markiert werden, rechts oder links und wozu sind die komischen Schrauben da? Wer nicht richtig aufgepasst und Zentimeter und Millimeter verwechselt hatte oder falsch auf dem Lineal abgelesen hatte, war schnell auf dem Weg, eine Fehlkonstruktion zu fabrizieren. Aber mit geduldiger Hilfe der Erwachsenen waren nach einiger Zeit die Achsen des Autos eingeschraubt und die RÀder montiert.
Jetzt fehlte nur noch der Aufbau fĂŒr den „Raketenmotor“. Und wieder musste man genau messen und die Position des Aufbaus mit dem Bleistift markieren. Das ging diesmal besser, da man aus Fehlern gelernt hatte und wusste, wie man auf dem Lineal richtig die Zentimeter und Millimeter ablesen kann. Doch jetzt war Geduld erforderlich, - eine große Herausforderung fĂŒr alle. Denn der Motoraufbau musste auf das Holz geklebt werden. Und einige konnten nicht abwarten, bis der Klebstoff getrocknet war, so dass der Block immer wieder umfiel. Deshalb hatte der Chefingenieur und Konstruktionsleiter die einzig richtige Idee: HĂ€nde weg vom Auto und die Zeit mit Singen ĂŒberbrĂŒcken. Das machte allen Spaß und die notwendigen 10 Minuten zum Trocknen vergingen wie im Flug.
Jetzt mussten nur noch die Luftballons aufgeblasen und auf das RĂŒckstoßrohr gezogen werden. Fertig war das Raketenauto und die Wettrennen auf dem Konstruktionstisch konnten beginnen. Die Luftballons wurden immer weiter aufgeblasen, um noch mehr Antriebsenergie und damit schnellere Autos zu haben. Aber auch hier musste das richtige Maß gefunden werden, denn so mancher Luftballons platzte und damit auch der Traum, das schnellste Auto zu haben. Am Ende waren alle stolz, ein Auto gebaut zu haben und als kleiner Ingenieur bzw. Ingenieurin mit dem Raketenauto nach Hause gehen zu können.

 


 

06.08.2017: Podcast vom Kistenfest an der Erich-KĂ€stner-Schule

Beim Kistenfest an der Erich-KĂ€stner-Schule war eine Journalistin der Medienwerkstatt Bonn und hat Interviews gemacht sowie Aufnahmen des Festes. Sie finden den Podcast dazu hier (Beitrag 921 Kistenfest).

 


 

26.07.2017: Interview mit einer Buchpatin an der Andreasschule und an der Lyngsbergschule


Mein Ehrenamt hat mich auch im Juli wieder mit einer interessanten Person zum Thema „BuchPatin“ in Bad Godesberg zusammengebracht. Frau H. hat mich auf meine Interview-Anfrage hin zu sich nach Hause eingeladen und wir haben uns bei Kaffee und armenischer Schokolade ĂŒber ihre „BuchPatenschaft“ unterhalten.

Frau H. ist ĂŒber den „Kulturtisch“ auf den Verein „Kultur verbindet e.V.“ aufmerksam geworden und hat sich im Laufe eines GesprĂ€chs mit der GrĂŒnderin, Arzu Çetinkaya, dazu entschieden, auch eine „BuchPatenschaft“ zu ĂŒbernehmen.
Frau H. ist seit 6 Jahren fĂŒr den Verein ehrenamtlich tĂ€tig und hat in diesem Jahr bereits ihr zweites Patenkind ĂŒbernommen. Salime (Name geĂ€ndert) geht zusammen mit ihrer Zwillingsschwester in die erste Klasse der Andreasschule in RĂŒngsdorf und wohnt zusammen mit ihren Eltern und zwei weiteren Geschwistern fußlĂ€ufig zur Schule.

Salime ist – sicher auch altersbedingt – sehr schĂŒchtern, nimmt aber mit Freude und Begeisterung an den wöchentlichen Stunden der „BuchPatenschaft“ mit Frau H. teil und spricht gut deutsch. Sie liest mit großem Interesse und hat im Rahmen der Patenschaft bereits ein Buch durchgearbeitet, welches sie anfangs gemeinsam mit Frau H. ausgesucht hat. Um das Interesse fĂŒr das Buch auch bei der wöchentlichen Unterbrechung aufrecht zu erhalten, fragt Frau H. zum Anfang jeder neuen Stunde zunĂ€chst ab, was Salime aus dem Buch behalten hat. Dann wird weiter gelesen – Salime ĂŒbernimmt dann den Text mit den „großen“ Buchstaben, Frau H. das „Kleingedruckte“. Sie sprechen dann gemeinsam ĂŒber die im Buch dargestellten Bilder und deren Inhalte.

AktivitĂ€ten außerhalb der Schule haben Frau H. und Salime bislang nicht unternommen, möchten das aber vielleicht sogar schon in diesen Sommerferien nachholen. Auch die Eltern von Salime befĂŒrworten die Patenschaft und sind sehr offen.
Bevor Frau H. mit Salime im Rahmen der „BuchPatenschaft“ zusammen gearbeitet hat, hatte sie eine Patenschaft in der Lyngsbergschule mit einem 8-jĂ€hrigen, tĂŒrkisch stĂ€mmigen MĂ€dchen. Ayshe (Name geĂ€ndert) hat wie Salime mehrere Geschwister, ist aber als NachzĂŒglerin mehr oder weniger wie ein Einzelkind aufgewachsen.

Vielleicht hat sich dadurch zwischen Frau H. und Ayshe eine besonders tiefe Freundschaft entwickelt, die bis heute anhĂ€lt und sich auch auf die Familie ausgeweitet hat. Frau H. steht mit der Familie auch heute noch in sehr engem Kontakt und durfte zuletzt sogar bei der Geburt des ersten Kindes von Ayshes Ă€ltester Schwester zugegen sein – eine sehr große Ehre und ein riesiger Vertrauensbeweis fĂŒr Frau H..

Auch von den sehr guten KochkĂŒnsten von Ayshes Mutter durfte Frau H. schon in mehrfacher Hinsicht profitieren. So durfte sie schon hĂ€ufig selbst von den zubereiteten, tĂŒrkischen Speisen kosten und hat gleichzeitig viele Rezeptideen ĂŒbernommen und auch selbst nachgekocht.

Ein tĂŒrkisches Buffet zu ihrem Geburtstag war die Krönung der hervorragenden KochkĂŒnste, denn seit dem wollen auch alle Bekannten von Frau H. zu ihren Festen nur noch von Ayshes Mutter bekocht werden.

Frau H. ist ĂŒberzeugt, dass besonders Ayshe durch die Zusammenarbeit deutlich mehr Achtsamkeit und Geduld mit sich selber erlernt hat und die „therapeutische Wirkung“ (u.a. ermöglicht Frau H. Ayshe Reitunterricht) auch in diesem Team sein Ziel nicht verfehlt hat. So haben die beiden auch außerhalb der „Schulzeit“ schon viele Dinge gemeinsam unternommen und erlebt.

In dem GesprÀch mit Frau H. ist nochmal sehr bewusst geworden, wie wichtig Integration ist und wie toll diese funktionieren kann.

Es hat mich gefreut erneut eine so aufgeschlossene und empathische Dame zu treffen, die mir in ihren Worten Einblick in eine Welt gibt, in der Geben und Nehmen an gleicher Stelle stehen.

- Claudia Starke

 


 

Schluljahr 2016/2017: Theater-AGs

Im Schuljahr 2016/17 haben wir an zwei Grundschulen eine Theater-AG angeboten. Die Kinder haben Grundlagen des Theaterspielens erarbeitet und jede Gruppe hat sich ein StĂŒck erarbeitet, das zur AuffĂŒhrung gebracht wurde.

„Wir haben uns an den Texten vom „Zauberer von Oz“ bzw. dem MĂ€rchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ orientiert und unsere eigene Version gestaltet“ beschreibt Ingmar Jochem, Theater-PĂ€dagoge und Leiter beider AGs, die Vorgehensweise. Besonders beeindruckend waren die Leistungen von Kindern, die zu Beginn der AG noch sehr wenig Deutsch konnten und dann bei der AuffĂŒhrung auch umfangreiche Textrollen sicher beherrschten.

„Dem Ă€ngstlichen Löwen im Zauberer von Oz flogen die Herzen der Zuschauer zu. Das MĂ€dchen hatte wĂ€hrend der Proben starke Zweifel, ob sie den Mut findet, vor Publikum aufzutreten und diese Unsicherheit brachte sie dann so toll in die Rolle ein, dass alle begeistert waren“, so beschreibt Ingmar die Leistung einer der Kinder. „Beeindruckend ist auch, dass gerade Kinder, die im Schulunterricht Probleme beim Lesen und Schreiben haben, oft sehr textsicher sind und sogar die Texte der anderen Kinder beherrschen. Dies gibt ihnen fĂŒr den Schulunterricht einen enormen Schub“.

Die AGs sollen auf Wunsch der Schulen weitergehen. Wir danken besonders Frau Berger von der Andreasschule, die dort die Kinder in der AG zusammen mit Ingmar betreut hat.

 


 

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