10.5.2014: Dritte Etappe von "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt!" - Begegnungen mit römischen Zuwanderern!

Trotz widriger Umstände - es goss bereits seit Stunden wie aus Kübeln - trafen sich am 10.05. sechs unerschrockene Kinder der sonst 15-köpfigen Runde samt Eltern und Lehrern, um zum dritten Mal mit auf Erkundungstour durch Bonn zu gehen.

Im Schutz der Bäume am Bonner Hofgarten fand sich das kleine Trüppchen unter regennassem Himmel zusammen. Dort konnte Stadtführer Rainer Selmann noch unter Regenschirmen ein wenig von der Geschichte des Hofgartens erzählen, bevor es in trockenere Gefilde ging: in die auf dem nahegelegenen Gelände des Collegium Albertinum befindlichen antiken Badeanlagen der Römer. Als dies verkündet wurde, fragte Mika noch ungläubig: „Da gehen wir jetzt hin?“, bevor sich die Gruppe – einige Regentropfen später – auch schon in den mittlerweile unterirdisch gelegenen Anlagen einfand.

Bei näherer Betrachtung der insgesamt gut erhaltenen Überreste, stellten sich dann aber doch einige Fragen, wie etwa die, wozu die schachtförmigen Öffnungen in den Wänden der Bäder dienten – oder wie Arvid fragte: „Was ist in der Höhle?“ – Für Mika war die Sache klar: „Das sieht aus wie ein Pizzaofen!“ Die Erklärung des Stadtführers: in diesen Öffnungen wurde Feuer gemacht, um die Bäder zu beheizen. Das rief nun aber wirklich Arvids entschiedenen Widerspruch auf sich: „Aber da war doch Wasser!“

Diesen Einwurf nutzte Rainer Selman um klarstellen, dass die Wände, vor denen sich die Stadtspaziergänger befanden, damals den Wänden des Kellergeschosses entsprachen. Dieser wurde mit Feuerstellen beheizt, sodass sich die Römer nach dem Baden auf den warmen Boden über dem Keller trocknen konnten. – Und das soll stimmen? Noah jedenfalls blickte skeptisch auf das Loch in der Wand und kratzte sich am Kopfe, als traue er der ganzen Geschichte nicht. Klingt ja auch – durchnässt wie alle waren – zu schön, um wahr zu sein: eine Fußbodenheizung im alten Rom...

Danach ging es wieder hinaus, in den mittlerweile schwächer gewordenen Regen: vorbei an der roten Telefonzelle, die „aus England“ stamme, wie einer der jungen Globetrotter zu berichten wusste. Noah sprang kurz hinein, warf einen Blick auf das darin aufgestellte Bücherregal und las voll freudiger Erregung einen Buchtitel vor: „Hurra, es sind Ferien!“, zur Enttäuschung aller – leider eine fiktive Geschichte... Dann ging es weiter zum Alten Zoll und vorbei am Ägyptischen Museum. Wieder am Hofgarten angekommen waren, erfuhren die Kinder, dass die Universität nach dem Krieg von Studenten wiederaufgebaut worden sei. Unsicher fragte Arvid anschließend seine Mutter: „Hast du auch die Uni aufgebaut?“ – Was für heiteres Gelächter sorgte.

Abschließend stand noch ein Besuch im neu gestalteten Universitätsmuseum auf dem Programm. Dort sorgte insbesondere eine Nachbildung von Pauls Teilchenfänger für größte Aufregung: Die Erprobung der Fliehkräfte und deren Effekt, wenn man seinen Finger in die Nachbildung legt, schien ungeahnte physikalische Interessen wachzurufen – doch dann war der Spaziergang auch schon wieder an seinem Ende angelangt. Das nächste Mal steht erneut die Erkundung römischen Erbes auf dem Programm – dann aber in der Bonner Altstadt.

Das Projekt Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt wird mit den Schülern der Klasse 2a der Andreasschule, Bad Godesberg, durchgeführt. Es möchte den Kindern  mit und ohne Zuwanderungshintergrund Gelegenheit schaffen zu gemeinsamen Erlebnissen auch außerhalb der Schulzeit. Je ein Elternteil ist auch eingeladen. In sechs geführten Stadtspaziergängen lernen die Kinder auf kindgerechte Weise ihre Stadt kennen, gewinnen Selbstbewußtsein und idenfizieren sich stärker mit ihrem Heimatort. Auch die Eltern mit unterschiedlichen Hintergründen verbindet ein gemeinsames Erleben uns schafft Vertrautheit und Ansatzpunkte zu einem stärkeren Austausch untereinander. Dieses Projekt können wir mit Förderung des Bonner Spendenparlaments durchführen.

Text: Philip Freytag
Fotos: Alexa Wiese

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4.5.2014: Entdeckergeist und Forscherdrang: 9 Kinder am Mehlemer Bach

 

 

Gemeinsam mit der Naturpädagogin Katja Ackermann (bonnatours.de) brach eine Gruppe von neun unerschrockenen Grundschülern in Begleitung unserer Kulturbeauftragten Shiri Dettmann-Nouri auf, die unberührte Bachlandschaft Mehlems zu entdecken. Ausgestattet mit Gummistiefeln und Versperboxen wurden die Kinder von Eltern oder Paten zum Treffpunkt an der alten Kapelle in Mehlem gebracht. Von dort aus zog das Erkundungsteam Richtung Wald. Auf dem Weg dorthin konnte von einer Brücke aus bereits ein erster Blick auf den Bach geworfen werden. Dabei stellte die oberste Naturforscherin Katja fest, dass es „hier am Bach nicht nur Hölzer und Steine gibt, sondern auch“ – „Tiere!“, warf Drittklässler Rami voller Überzeugung ein. Erwartungsfroh setzten die kleinen Forscher ihre Wanderung fort.

Bis die fünf Mädchen und vier Jungs am Bach ankamen, hatten sie unterwegs noch allerhand „Naturschätze“ zu sammeln. In Dreierteams sollten diese etwas „Weiches, Rotes, Krummes, Hartes, Gelbes und Grünes“ auffinden. Am Rastplatz in unmittelbarer Bachnähe wurden die geborgenenSchätze dann aus kleinen Jutebeuteln geschüttelt und der übrigen Gruppe präsentiert: „Dieser Stock“, so erklärt Noula,„ist das Krumme; diese Blume ist das Gelbe.“ Dazwischen fragt Expeditionsleiterin Katja, ob denn jemand wisse, wie diese Blume heiße? – „Löwenzahn“, ruft es da von mehreren Seiten. So werden nach und nach die Erträge des Sammelns ausgepackt und gemeinsam bestimmt. Als Katja dann aber feststellt, dass „ihr alle schon eure Gummistiefel anhabt“, ruft die kleine Lina begeistert „jaaa!“ und alle wissen: Jetzt geht es los. Doch um die Tierwelt des Bach kennenzulernen, bedarf es entsprechender Instrumente. So fragt Katja in die Runde: „Was meint ihr? Wie fängt man Tiere im Bach?“ – Mit einer „Angel“, so ein Vorschlag, aber eine Angel hat leider niemand dabei. Mit einer „Plastiktüte“ lautet ein anderer Einfall, der ebenfalls nicht weiter verfolgt wird. Schließlich holt Katja etwas aus ihrem großen Expeditionsrucksack und dann ist es allen klar: mit einem „Sieb“.

Mit Sieben, Lupengläsern und Plastikboxen ausgestattet kraxeln die Naturforscher also in das knöcheltiefe Wasser, dasfür Manchen trotzdem nicht flach genug ist, um nicht von oben bis unten nass zu werden. Egal, denn der dahinplätschernde Bach offenbart nun seine Reichtümer: Bachflohkrebse, Steinfliegen und Libellenlarven, wie die Kinder, an Land zurückgekehrt, erfahren. Als sich ein Lupenglas öffnet und ein Bachflohkrebs samt Wasser auf dem Waldboden verschwindet, tritt in der sonst so lebhaften Gruppe für einen Moment bestürztes Schweigen ein. Bald darauf fragt Rami: „Lassen wir sie jetzt wieder frei?“ Und nachdem Fühler und Flügelansätze mit Lupen studiert wurden und mit den Vergleichstäfeln abgeglichen wurden, werden die Tiere wieder in den Bach zurück gebracht.

Nachdem die Kinder wieder an den Lagerplatz zurückgekommen sind, sollen die Jungforscher ihre Entdeckungen in „Forschertagebüchern“ bildlich festhalten. Dabei gibt es unterschiedliche Taktiken: Einige malen von den Vergleichstafeln ab (manche pausen sogar ab), andere haben wieder neu gefangene Flusskrebse in den oben offenen Plastikboxen und wollen diese abmalen. Doch das ist gar nicht so leicht. Die kleine Rohan beschwert sich: „Die bewegen sich. Da kann ich sie nicht malen.“ Josué hat da weniger Hemmungen: Entspannt und konzentriert zugleich hat er das Tagebuch vor sich hingelegt und malt, so wie er sich erinnert, fünf kleine, braune, quirlig anzusehende Flusskrebse. BeiKairallah sind es zwei größere rötliche Exemplare und auf Loays Seite ist eine gelblich grüne Pechlibelle zu erkennen.

Nach getaner Arbeit werden die Vesperdosen hervorgeholt und die wohlverdienten Brötchen ausgepackt. Die Sonne bahnt sich ihren Weg durch die dichten Baumwipfel und die nassen Gummistiefel können ein wenig trocknen. Zum Glück haben die kleinen Forscher auch an ein zweites paar Socken gedacht. Dir braucht es auch, um zurück zur alten Kapelle zu wandern. Dort angekommen, verabschiedet Expeditionsleiterin Katja die Kinder mit dem Hinweis, dass ihr „viel gelernt habt, auch das nasse Füße so schlimm gar nicht sind.“

Text Philip Freytag
Fotos Shiri Dettmann-Nouri

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April 2014: Das war ein schönes Fest! Glückliche BuchPatenKinder, Eltern und Paten an der Gotenschule!!

 

Ein Gesumme und Gewirre im Klassenraum 2a der Gotenschule! Die Fotografen von der Presse sind schon da, jetzt muss schnell eine gute Aufstellung gefunden werden!

Heute ist ein besonderer Tag:  Eltern, Kinder, Paten, Lehrerinnen und die Presse sind geladen um die erste Etappe der Kinder im Projekt "Meine erste Bibliothek" zu feiern. Elf Kinder haben seit 7 Monaten einmal wöchentlich mit ihren Paten gelesen und erhalten nun eine BücherKiste, in der sie ihre erlesenen Schätze verwahren können: eine erste Bibliothek fürs Kinderzimmer! Neugierige Blicke wandern zu den schön geschmückten und gestapelten und mit einem bunten Namensschild versehenen Kisten: Welches ist wohl meine?

Arzu Çetinkaya, Vereinsvorsitzende von Kultur verbindet, fragte die Kinder, wie ihnen das Lesen mit ihren BuchPaten gefällt. Gut! ist die Antwort. Und wie viele Bücher wurden schon gelesen? Fünf! Acht! auch acht!  Ein stolzer Erfolg für die Kinder der Klasse 2a und 2b, finden auch die Lehrerinnen Frau Gehrigk und Frau Konst-Cuszim.

"Wir sind immer wieder begeistert, zu sehen, mit welcher Freude die Kinder in diesem Projekt dabei sind! Unser Ziel ist es, dass Freundschaften entstehen." sagt Arzu Cetinkaya. " Bücher können Freunde werden, diese Erfahrung wollen wir Kindern vermitteln. Wir wollen aber auch Freundschaften stiften zwischen verschiedenen Generationen und unterschiedlichen Kulturen". Wie gut dies gelingt, bestätigt auch Frau Kütting, Rektorin der Gotenschule. "Es entwickelt sich eine Herzlichkeit, die Paten werden zu Familienmitgliedern!"

"Wir freuen uns sehr über unsere wunderbaren und motivierten Paten. Ganz toll ist es, dass  viele Paten direkt aus der nahen Umgebung kommen, so ist die Verbindung zu den Familien auch viel einfacher! Damit unterstützen wir auch ein Ziel der Robert Bosch Stiftung, die dieses Projekt hier an der Gotenschule für zwei Jahre fördert. Wir unterstützen eine lebendige Nachbarschaft!" sagt Gerrit Oppelland-Hampel von Kultur verbindet.

Lebendig geht es zu bei diesem Fest. Man sieht BuchPaten und Eltern tief ins Gespräch versunken und nur langsam löst sich die fröhliche Gesellschaft auf.  Montag geht es weiter mit der BuchStunde! Alle freuen sich darauf! Mehr dazu lesen Sie hier beim General Anzeiger!
Wie es mit dieser Klasse begann, lesen Sie in dieser Presseveröffentlichung...
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5.4.2014: Zweite Etappe von "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt!" - Bad Godesberg

Der zweite Stadtspaziergang des Projekts "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt"  führte 11 Kinder aus der Klasse 2a der Andreasschule mit ihren Begleitpersonen und dem Team von "Kultur verbindet" sowie dem Stadtführer Rainer Selmann auf ihren vom Thema Wasser geleiteten Weg tief hinein nach Bad Godesberg. Auf der Suche danach, wo überall der Begriff "Wasser" auftaucht, wurden die Kinder an verschiedenen Stellen fündig: beim Brunnen an der Redoute, im Kurfürstenbad, bei der Draitschquelle, am Godesberger Bach und am  Knollenbrunnen. Sogar in der Kurhalle durften sie das Wasser probieren. Alle lernten wieder sehr interessante Dinge über ihren Heimatort Bad Godesberg. Sicher werden sich alle Kinder und auch ihre Eltern hier noch ein bisschen heimischer fühlen! Und es gibt sicher viel zu erzählen zwischen den Klassenkameraden mit und ohne Migrationshintergrund, die sich auf den Weg gemacht haben, ihren gemeinsamen Heimatort kennen zu lernen. Auch die Eltern der kleinen Erforscher kommen so miteinander in Kontakt und teilen ein gemeinsames Erlebnis - das schafft Vertrautheit und baut Hürden ab. Bald werden die Kinder gemeinsam mit den Helferinnen von "Kultur verbindet" weiter an ihrem Erlebnisbuch von "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt" basteln, ein Buch voller Gemeinsamkeiten, Wissen und Erfahrungen!  Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt mit Hilfe des Spendenparlaments Bonn durchführen können! Am 10. Mai geht es weiter!

 

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März 2014: Wir freuen uns über eine Spende der Parkbuchhandlung!

Letzte Woche überreichte Frau TerNedden von der Parkbuchhandlung gemeinsam mit Frau Wassenberg vom Zontas Club Bonn-Rheinaue eine Spende in Höhe von 630 Euro an Arzu Çetinkaya! Sie freute sich sehr für unseren Verein.

Der Verein Kultur verbindet profitiert von den Einnahmen, die eine Veranstaltung des Zontas Club in der Parkbuchhandlung erbrachte. Die Einnahmen dieser Veranstaltung, die eigentlich als Dankeschön von den Zontas Damen für Frau TerNedden gedacht waren, wandelten die beiden Damen in eine Spende für den Verein Kultur verbindet um!!! So folgte eine gute Tat der anderen! Und wir werden diesen Weg fortsetzten!

Die Bücher für unsere Kinder im Projekt "Meine erste Bibliothek" an der Lyngsbergschule, in dem wir die Mittel der Marienforster Stiftung fast aufgebraucht haben, sind nun bis  zu den Sommerferien gesichert! Eine wunderschöne Nachricht!

G.Oppelland-Hampel

 


 

März 2014: Kinderkonzerte -  von Klassisch bis Modern


(goh) Gleich zwei Damen spielten die Hauptrolle beim Konzertangebot für unsere Kinder im März: Miss Minnie führte im Telekomforum 11 Kinder und 6 Erwachsene durch die Geschichte des Jazz in Paris und die Musikkommissarin Flunke sorgte dafür, dass es bei der Probe im Beethovenorchester, zu der unsere Kinder eingeladen waren und in großer Zahl erschienen, am Ende doch mit rechten Dingen zuging!

Mit Bildern auf der großen Leinwand und einführenden Erzählungen, die sich mancher länger gewünscht hätte, und dem Jugend Jazz Orchester Bonn   führte Miss Minnie die Kinder durch die Geschichte des Jazz. Große Freude bei einem Jungen mit tunesischen Wurzeln beim Titel "Night in Tunesia".  Es ist doch immer schön, etwas vertrautes zu entdecken!  Dunja, zwischen der BuchPatin und ihrem Mann sitztend, war vollkommen verzückt von der Sängerin, die mit unglaublicher Präsenz und fantastischer Stimme sang. Wie es ihr gefallen hat: " Ganz toll" , ihr Kommentar.  Dann noch ein sehr spannender Abschluss: ganz nah zum Orchester und ein Foto mit der Sängerin!

Einer spannenden Kriminalgeschichte konnten die 23 kleinen Besucher und ihre Begleiter bei  der Generalproben zu "Musiknotruf 443- ein neuer Fall für Musik-Kommissarin Flunke!  des Beethoven Orchesters folgen.  Ohne Dirigent lieferte die ungeordnete Menge der Musiker mit ihren Instrumenten ein akustisches und optisches Chaos.  Aber die Musikkommissarin brachte alles in Ordnung! Mit Hilfe der kleinen und großen Zuhörer und Zuhörerinnen, die auch mit ganzem Körpereinsatz dabei waren, wurde das Chaos zu wohlklingenden Werken von Dvorák, Brahms, Sibelius und Richard Strauss.

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13.3.2014: Eine BuchKiste fĂĽr die "erste Bibliothek"

 

Mit bunten Bändern geschmückt warten am 13. März 11 BuchKisten auf ihre zukünftigen Besitzer, die schon mit erwartungsvollem Blick in der Halle der Lyngsbergschule dicht bei ihren Eltern oder Paten sitzen.

Eine Etappe im Projekt "Meine erste Bibliothek" haben die Zweitklässler nun geschafft. Sie erhalten eine kleine Holzkiste in der sie die seit September erlesenen Bücher und alle zukünftigen Bücher, die noch folgen werden, zu Hause aufbewahren können. Dies ist der Grundstock für ihre "erste Bibliothek".  Eltern, Lehrerinnen und Paten hatten sich zu dieser kleinen Feierstunde versammelt und freuten sich über die Erfolge der Kinder. Die wiederum suchten und fanden ganz schnell "ihre" mit ihrem Namen versehenen Kiste und nahmen sie mit sichtbarer Freude entgegegen, wie auch den kleinen Applaus, den sie von allen erhielten. Über die Freude, die sie bei den Kindern erlebt,  die den wöchentlichen Besuch ihrer Patin oder ihres Paten immer mit großer Spannung erwarten, sprach auch die Klassenlehrerin Frau Jeier.  Frau Karaismail, die Klassenlehrerin der 2a nickt bestätigend.

"Mein Patenkind hatte schon große Sorge, dass mit der Übergabe der Kiste das Lesen vorbei sei", erzählt eine BuchPatin. "Der Junge war dann ganz erleichtert, als er hörte, dass es weiter geht." Wie viel Freude die Paten haben, lässt sich schon daran ersehen, dass einige nun schon seit zwei oder drei Jahren dabei sind. Wie ernst sie ihre Aufgabe nehmen, konnte man den kleinen  Zwischengesprächen zwischen Lehrerinnen und BuchPaten entnehmen. Eine BuchPatin, die der Kampf des Kindes mit den Buchstaben besorgt, wird von der Lehrerin ermutigt. Dieses Kind lese jetzt schon mit mehr Freude!  Mit wie vielen Gedanken und mit welchem Herzblut die Paten dabei sind, wurde hier ganz deutlich! In ihrer Eröffnungsrede dankte Gerrit Oppelland-Hampel vom Verein Kultur verbindet allen Beteiligten. " Wir freuen uns sehr, dass dieses schöne Projekt nun schon zum vierten Mal in der Lyngsbergschule stattfindet. Unser Dank gilt den Lehrerinnen und Lehrern, die unsere Arbeit unterstützen und ganz besonders Ihnen,  den Patinnen und Paten, die Sie ihre Aufgabe mit so viel Liebe, Beständigkeite und Verläßlichkeit wahrnehmen."

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8.3.2014: Erste Etappe von "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt!"

 

Dreizehn Kinder der 2. Klasse der Bad Godesberger Andreasschule kamen, drei mussten Absagen und konnten so nicht am 8. März den sehr spannenden Stadtspaziergang bei herrlichstem Frühlingssonnenwetter genießen. Ganz aufmerksam folgte die kleine Kindertruppe den Erzählungen des bekannten Bonner Stadtfühers Rainer Selmann, der sie am alten Rathaus in Empfang nahm.

Von dort führte der Weg zu Thalia, zur Bonngasse und zum Beethovenhaus, zur Friedrichstraße (Straßenbahn), zum  Friedensplatz (Feuriger Elias) zum Sterntor und endete wieder in der Sternstraße.  Auf all diesen Stationen gab es für die Kinder eine Suchaufgabe: Wo überall taucht der LÖWE auf? Sie entdeckten ihn an 6 Stationen! Mit einem Minilöwen, den sie zusammen mit dem Stadtbuch für Kinder zum Start des Projekts geschenkt bekamen, machten sich die kleinen Stadtrundgänger neugierig und interessiert auf den Weg.

Aber nicht nur die Kinder waren ganz Ohr und Auge, sondern auch die ca. 17 Erwachsenen, die sie begleiteten. "FĂĽr mich war das auch ein sehr spannender Spaziergang" sagt Alexa Wiese vom Verein Kultur verbindet, die dieses Projekt leitet.

"Obwohl ich in Bonn aufgewachsen bin, habe ich noch sehr viel neues gelernt." "Dieses Projekt ist für uns ein erstes Experiment", meint Arzu Çetinkaya, Vereinsvorsitzende von Kultur verbindet. "Wir möchten den Kindern ihre Stadt Bonn näher bringen, das schafft Selbstvertrauen und Identifikation mit dem Ort an dem sie leben. Wir möchten aber nicht nur etwas für das Wissen tun. Wir haben aus einer Klasse die Kinder mit und ohne Zuwanderungshintergrund eingeladen. Wir möchten die Gelegenheit geben, dass auch außerhalb der Schule gemeinsame Erlebnisse geschaffen werden. Auch die Eltern sind eingeladen, einander kennen zu lernen und ein gemeinsames Gesprächsthema zu entwickeln. So hoffen wir , dass wir Verbindung schaffen zwischen Eltern und Kindern mit unterschiedlichem kulturellem  Hintergrund. Wir freuen uns sehr, dass auch so viele Erwachsene gekommen sind, das Interesse ist sehr groß. Leider wirft es etwas unser Budget durcheinander!"

Noch fünf weitere Stadtspaziergänge sind für die Kinder geplant. Das nächste Mal geht es nach Bad Godesberg! Drücken wir die Daumen, dass die Sonne auch wieder dabei ist! Die Durchführung des Projekts "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt" wird möglich durch die Förderung des Bonner Spendenparlaments! Wir danken sehr für diese Förderung!

 

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21.2.2014: Eine harmonische und kreative Versammlung

 

 

Am 21.02. trafen sich zur jährlichen Mitgliederversammlung rund 30 Mitglieder und Gäste im Haus der Familie. Der Bericht über das sehr erfolgreiche Jahr 2013 mit einer Vielzahl von Aktivitäten,  den Arzu Çetinkaya, Vorstandsvorsitzende, und Hülya Truong, stellvertretende Vorsitzende, vortrugen, war sehr informativ und anschaulich.

Die Zahl der Aktivitäten fanden Mitglieder und Gäste bemerkenswert. Die Betreung von ca. 100 Kindern durch 80 Buch- und KulturPaten beeindruckte ebenso. Mit 14 Ausflügen zur Kultur übertraf der Verein sein selbst gestecktes Ziel eines monatlichen Ausflugs. Rund 150 Tickets wurden 2013 für die Kinder bestellt. Auch das neue Projekt "Komm mit, ich zeig Dir meine Stadt" stieß auf lebhaftes Interesse.

"Zahl der Helfer zu gering"

Der Vorstand dankte allen Paten, durch deren Arbeit und Engagement die Umsetzung der Ziele des Vereins  nur möglich ist. Ein besonderer Dank galt auch den Koordinatoren, die die vielen Fäden zwischen Schule, Paten, Eltern und Verein in den Händen halten. Arzu Çetinkaya machte aber auch auf die sehr wenigen Aktiven aufmerksam, die sich verantwortlich um organisatorische Themen kümmern. "Hier ist die Zahl der Helfer zu gering, die Verantwortung und Arbeit lastet auf viel zu wenigen Schultern. Wir sind an der Grenze unserer Belastbarkeit" war ihre Botschaft. Sie wies auch darauf hin, dass einige Aufgaben nicht mehr wahrgenommen werden können. Der Appell hatte einen ersten Erfolg: Spontan meldete sich ein Mitglied, um sich zukünftig in der Betreuung der KulturPaten zu engagieren! Danke, Frau Roos! Gemessen an den vielen Helfern, die die Projekte des Vereins ermöglichen und den vielen Aktivitäten, verwunderte die sehr niedrige Zahl von nur 32 Mitgliedern.

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine sehr rege Aussprache. Die Teilnehmer entwickelten auch einige Ideen, wie neue Mitglieder zu gewinnen seien, deren Beiträge ja die finanzielle Grundlage des Vereins darstellen. Die lebhafte Diskussion ging weiter bei einem sehr leckeren Buffet! Wie lecker und reichhaltig es war, illustrierte ein Teilnehmer mit seiner Bemerkung: "Das allein lohnt ja schon den Mitgliedsbeitrag!"

Sollten Sie Interesse an einer Aufgabe im Verein haben, bitte melden Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 0157-76663063 bei Arzu Çetinkaya. Informationen zum Vorstand finden Sie hier

 


 

13.2.2014: Freudige Aufregung bei Jung und Alt

 

 

Im Raum gespannte Erwartung bei 11 Kindern, 11 Paten, den Eltern und den beiden Lehrern. Am 13.02.14 startete der Verein Kultur verbindet e.V. "Meine erste Bibliothek" mit einer neuen Staffel an der Erich-Kästner-Schule.

"Wie schön, dass auch unsere Kinder diese Möglichkeit haben", freuen sich Sebastian Scholz und Sandra Schmies, die beiden Klassenlehrer der ersten Klassen. "Wir haben an der Schule sehr gute Erfahrungen mit diesem Projekt gemacht. Dies ist der dritte Klassenzug, dem wir dieses Projekt anbieten können."

"Der Verein ist auch sehr glücklich, dass sich unser Projekt so gut entwickelt und wir freuen uns besonders über die Unterstützung durch die Stiftung 'Welt des Lesens', mit deren Hilfe wir für ein Schuljahr die notwendigen Bücher kaufen können", erklärt Gerrit Oppelland-Hampel, die Projektverantwortliche.

Den Kindern, die gespannt warteten, wurde eine kleine Geduldsprobe auferlegt, aber dann ging es los. Die spannende Frage, mit wem werde ich lesen, die sowohl Paten als auch Kinder berührte, wurde endlich beantwortet. Nach ersten schüchternen Annäherungsversuchen schaffte die gemeinsame Auswahl eines Buches aus der mit schönen Büchern bestückten Bücherkiste die ersten Vertrautheiten - Bücher schlagen eben Brücken. Und schnell war der Raum voller Gesumme, Eltern, Paten, Kinder, Lehrer, die sich kennenlernten und austauschten. Die Gruppe mochte gar nicht wieder so schnell auseinandergehen. Kinder und Paten wünschten sich, dass die gemeinsame Buchstunde am liebsten am nächsten Tag begänne. Manches Buch hatte bereits nach den ersten Zeilen ihre Neugierde geweckt!

Heidi Baumann, die Koordinatorin des Projekts an der Erich-Kästner-Schule strahlte. Das war ein schöner Anfang für eine gemeinsame Zeit, in der die Paten und die Kinder in die Welt der Bücher eintauchen werden und aus der sich sicher die eine oder andere Freundschaft entwickeln wird. "Wie schön, dass wir auch die Gelegenheit hatten, die Eltern kennen zu lernen. Das bietet eine gute Chance auf ein vertrauensvolles Zusammenwirken."

Denn der Verein möchte nicht nur die Liebe zu den Büchern wecken, sondern die Kinder und die Eltern neugierig machen auf die Bonner Kulturwelt. Einmal im Monat lädt er Kinder, Eltern und Paten zu einem "Ausflug zur Kultur" ein.

G.Oppelland-Hampel

Fotos Gisela Ries

 

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