Brause geht ab wie eine Rakete (Bericht ĂŒber die Veranstaltung "Was steckt drin im Prickelpulver" am 2.7.2017)

Da staunten die Kinder: Brausepulver als Raketenantrieb? Dass das funktioniert, bewies der Mitarbeiter des Deutschen Museums am Ende der Veranstaltung und katapultierte ein Tablettenröhrchen in die Höhe. Die ErklĂ€rung fĂŒr das PhĂ€nomen konnten die Kinder nach den vorherigen Experimenten selbst geben.

Davor konnten die Kinder anhand von diversen Experimenten in Gruppen, die verschiedenen Zutaten von Brausepulver untersuchen. Mit Lupe, Pinzette, Petrischale, Becherglas und Apothekerlöffel machten sich die kleinen Forscher an die Arbeit. Aus welchen Bestandteilen ist das Pulver zusammengesetzt, wie schmecken die Zutaten, welche GrĂ¶ĂŸe, Farbe und Konsistenz haben sie - und vor allem: wie reagieren sie miteinander. Nachdem das prickelnde Pulver ausreichend untersucht und analysiert war, durften die 10 Kinder auch ihre eigene Brause herstellen. Aus Zucker, ZitronensĂ€ure, Aroma und Natron mixten sie im Becherglas das bei Kindern beliebte Pulver und fĂŒllten es in TĂŒtchen zum Mitnehmen.

 


 

01.07.2017 - Unser Ausflug ins Siebengebirge


Bildquelle: Pixabay

Es regnete. Die Ersten fragen schon um 8 Uhr an, ob der Ausflug zum Drachenfels und ins Sealife-Aquarium ĂŒberhaupt stattfindet. Dann kamen doch alle, es wurden noch Regenschirme verteilt und ab ging es mit der FĂ€hre nach Königswinter. Auf den 600 m Fußweg zur Zahnradbahn wurden wir schon feucht, das war aber nichts im Vergleich zu dem Wolkenbruch oben auf dem Drachenfels. Wir beschlossen, einmal kurz zur unteren Ausichtsplattform zu gehen. Da angekommen, sahen wir erst einmal nichts vor lauter Nebel und Regen. Dann aber hob sich nach und nach die Wolkendecke und gab den Blick frei auf den Rhein, auf Bonn und dann noch bis zur Ahr und Eifel. Die Burg blieb weiter in den

Wolken verborgen, so dass wir beschlossen, wieder nach unten zu fahren und ins Sealife zu gehen. Nur eine Familie ging kurzfristig verloren, da der Vater doch noch schnell bis ganz nach oben zur Burg lief und kam dann zum Aquarium nach.
Im Aquarium wuselten die Kinder von Becken zu Becken, kamen wieder zurĂŒck, um noch einmal genauer zu gucken und bewiesen, dass sie doch die besseren Augen haben. Sie sahen im Sand auf dem Boden oder in Höhlen versteckte Fische, die die Großen so nie gesehen hĂ€tten.
  
Begeistert haben die Seepferchen, die viel kleiner waren als gedacht (auf den kann man ja gar nicht reiten!!) und der Tunnel unter dem großen Becken. 
Zum Schluss mussten wir die Letzten regelrecht aus dem Aquarium heraustreiben, dann ging es zurĂŒck nach Bonn.


Danke an alle, die dabei waren! Es hat uns viel Spaß gemacht!

 

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Bilder (Bildquelle): Pixabay

 


 

21.06.2017: Interview mit einem BuchPaten der Andreasschule in RĂŒngsdorf


Mein zweites „BuchPaten-Interview“ fĂŒhrte mich am 21. Juni 2017 erneut in ein sehr schönes RĂŒngsdorfer CafĂ©, in dem ich mich diesmal mit einem Herren zum Austausch verabredet hatte. Herr M. (Name geĂ€ndert) berichtete mir ebenfalls sehr ausfĂŒhrlich und voller Begeisterung von seinem Patenkind Ahmet (Name geĂ€ndert) und den Dingen, die sie schon gemeinsam „erlebt“ haben.

Herr M. ist ebenfalls durch einen Bericht im General Anzeiger ĂŒber den Verein „Kultur verbindet e.V.“ aufmerksam geworden und hat sich gleich fĂŒr eine BuchPatenschaft angemeldet.

In der Andreasschule in RĂŒngsdorf wurde ihm dann Ahmet als Patenkind ans Herz gelegt, der still und in sich gekehrt zwar Bestleistungen in der Schule erbringt, aber aufgrund seiner sehr zurĂŒckhaltenden Art möglicherweise eine Art erwachsenen „UnterstĂŒtzer“ braucht.

Ahmet ist inzwischen 8 Jahre alt und hat libysche Wurzeln. Er hat drei Geschwister und spielt eigentlich am allerliebsten Fußball!

Da Herr M. in der Ausgestaltung seiner wöchentlichen „Lesestunde“ völlig frei ist und von Beruf einmal Schauspieler war, greift er neben Softball spielen auch ganz andere Möglichkeiten auf, mit denen er Ahmet zum Reden und vor allem zum Lachen bringen kann. Denn speziell das Herausarbeiten von irgendwelchen Reaktionen stellt Herrn M. bei Ahmet vor eine große Herausforderung.

So werden in der Zusammenarbeit Worte durch GebĂ€rden unterstrichen  z.B. mit LautĂŒbungen aus der Eurythmie (Bewegungskunst) und durch Übungen zur Sprecherziehung. Auch kleinere musikalische Übungen am Klavier oder mit der Trommel kommen zur Anwendung. Herr M. versucht außerdem ĂŒber das Betrachten von lustigen Karikaturen (z.B. von Tomi Ungerer) Ahmet zum flĂŒssigen Sprechen zu bringen.

Auch das Schach spielen gehört zur Gestaltung der Lesestunde. Hier bedarf es bei Ahmet speziell im Bereich „gewinnen“ und „verlieren“ ein wenig Nachhilfe. So versucht Herr M. dem Jungen immer wieder zu verdeutlichen, dass man auch mal eine Niederlage einstecken können muss. Auf Herrn M. wirkt Ahmet sehr leistungsorientiert und auch die BuchPatenschaft möchte Ahmet nach eigener Aussage nutzen, um noch besser deutsch zu lernen. Obwohl er nach Aussage von Herrn M. das Lesen schon sehr gut beherrscht, beschrĂ€nkt er sich aber beim Sprechen noch auf einfache sehr kurze SĂ€tze.

Am allerbesten hat Herrn M. bislang in seiner Arbeit der Zeitpunkt gefallen, an dem Ahmet spĂŒrbar eine Bindung zu Herrn M. aufgebaut hat und seitdem nicht einfach brav die ihm vorgeschlagenen Dinge erledigt, sondern durchaus auch klar macht, was ihm gut oder eben nicht so gut gefĂ€llt. So stehen die beiden endlich im Dialog.
Ganz rĂŒhrend fand ich wĂ€hrend des Interviews, wie Herr M. von seinem ersten Geschenk an Ahmet berichtete. Er ĂŒbergab ihm kleine Römerfiguren, mit denen er selbst in seiner Kindheit gespielt hat und die Ahmet dann auch voller Stolz nach Hause getragen hat. Gleichzeitig fand ich es insgesamt hochinteressant, mit welch außergewöhnlichen Maßnahmen und Ideen Herr M. Ahmet begeistert.

Schade ist, dass auch Ahmet die vielen tollen Angebote die der Verein anbietet (AusflĂŒge in die Natur, Museumsbesuche mit Kinderexperimenten, Theatervorstellungen usw.), noch nicht mitmachen konnte. Verschiedene Versuche der Kontaktaufnahme von Herrn M. zu Ahmets Eltern sind leider bislang noch nicht gelungen.
Ich danke Herrn M. fĂŒr den offenen und interessanten Gedankenaustausch und wĂŒnsche ihm weiterhin ganz viel Freude, Spaß und Erfolg mit Ahmet. Ich finde es großartig, dass Herr M. auf ganz individuelle Weise seine eigenen Erfahrungen und sein Wissen an ein ihm zunĂ€chst nicht bekanntes Kind weitergeben möchte.

- Claudia Starke

 


 

Februar 2017: Lesegeheimnisse

Kurz vor acht Uhr stehe ich noch ein wenig mĂŒde auf dem Schulhof, ein Kind kommt auf mich zu und fragt: "Bist du auch eine Buchpatin?".

Ich nicke und sie fragt:"Kennst du Frau H.?"
"NatĂŒrlich kenne ich Fr. H". und frage: "macht  dir das Lesen mit ihr Spaß?"
"Ja sehr, manchmal darf ich sie sogar zu Hause besuchen. Das ist richtig toll."

Dann kommt das MÀdchen noch ein wenig nÀher und sagt verschmitzt: "Soll ich dir mal ein Geheimnis sagen? Eigentlich sollen wir ja lesen, aber wir erzÀhlen auch ganz viel. Das ist auch sehr schön, und das ist dann unser Geheimnis".

Jetzt lĂ€utet die Schulglocke und die SchĂŒlerin lĂ€uft ins SchulgebĂ€ude.

Ich bin ganz glĂŒcklich ĂŒber diese Begegnung. Wir Paten werden von den Kindern erkannt, sie vertrauen uns „Geheimnisse“ an, wir werden zu ihren Freunden und Vertrauten. Und wenn der eigene Patie„nett“ ist, dann sind es die anderen auch, welch wunderbare Logik.

B. Greiffendorf, Februar 2017

 


 

05.02.2017: Ohren gespitzt - Was ist Schall ?

Ein Workshop mit Paul.

Beim sonntĂ€glichen Workshop zum Thema „Schall“ trafen sich zwölf Kinder und fĂŒnf Erwachsene mit Paul vom Verein „Abenteuer Lernen“. Paul hatte mehrere Körbe mit Lehr- und Bastelmaterial mitgebracht. Wir ĂŒbten erst einmal das Aufblasen bunter Luftballons. Dann lernten wir, dass man mit dem Luftstrom aus aufgeblasenen Ballons die verschiedensten GerĂ€usche erzeugen kann und dass in unserem Kehlkopf Vergleichbares passiert. Eine ganz schwierige Aufgabe war es, einen vorn abgeschnittenen Luftballon ĂŒber eine leere Klopapierrolle zu ziehen. Lachen Sie nicht, versuchen Sie es mal! Das ergab dann eine Luftkanone, mit der sich leichte PapierstĂŒckchen schießen ließen oder eine Kerzenflamme ausgeblasen werden konnte.

Mit einem langen Wollfaden und einer metallenen Besteckgabel stellten wir eine Art Stethoskop her. Wenn man die Enden der WollfĂ€den in die Ohren steckt und die Gabel anschlĂ€gt, werden die Schwingungen auf die Kopfknochen ĂŒbertragen („Knochenhören“); das hört sich dann tief und dumpf an.

Zum Abschluss haben wir uns ĂŒber das GelĂ€nde ums Haus verteilt und die GerĂ€usche aufgemalt, die wir hören konnten. GerĂ€usche malen! Darauf muss man erst mal kommen. Dabei hörten wir ĂŒberraschend viel und auch schon die ersten Meisen ihr FrĂŒhlingslied anstimmen.

Wir bedanken uns bei Paul fĂŒr einen lehrreichen und fröhlichen Vormittag. 

- Wolfgang Hachtel, BuchPate an Lyngsberg- und Gotenschule

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18.12.2016 - "Ein Schaf fĂŒr's Leben"

Das StĂŒck hat den Kindern gut gefallen. Von besonderem Interesse fĂŒr die Kinder sind immer die Requisiten und wie man mit Hilfsmitteln verschiedene GerĂ€usche erzeugt, z.B. wie man es schafft, dass es so klingt, als ob jemand auf Schnee tritt oder wie man WindgerĂ€usche erzeugt.

Hier noch paar Impressionen aus dem TheaterstĂŒck des "Theater Marabu".

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04.12.2016 - Schiff Ahoi – Wir bauen Segelschiffe mit Fundsachen aus dem Rhein

Ein paar Impressionen aus unserem Workshop "Schiff Ahoi"

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27.11.2016 - Über den Wolken. Der Traum vom Fliegen

Den Traum vom Fliegen verwirklichen wollten unsere BuchPatenkinder am 27. November im Deutschen Museum unter Anleitung von Frau Susanne Philips. Geduldig erlĂ€uterte die Mitarbeiterin des Hauses die Grundlagen zur Beantwortung der Frage, warum ein Flugzeug fliegen kann und nicht vom Himmel fĂ€llt. Auch wenn man sie meist nicht sehen kann, ist Luft nĂ€mlich etwas ganz Besonderes:  Sie kann sich bewegen, sie hat Gewicht, sie kann sich erwĂ€rmen oder abkĂŒhlen.
Zur Veranschaulichung haben wir einen großen Ballon mit „gefönter“ Heißluft gefĂŒllt und  bis fast an die Decke des Museums steigen lassen. Oder wir haben mit aller Kraft versucht, einen Luftballon in einer leeren (= mit Luft gefĂŒllten) Flasche aufzublasen, was selbst dem Kind mit dem besten SonntagsfrĂŒhstĂŒck im Bauch erst gelingen konnte, als ein Strohhalm fĂŒr eine EntlĂŒftung der Flasche sorgte.
Höhepunkt des Tages war aber der Bau eines kleinen Papierhubschraubers, der von den Kindern aus einem Schnittbogen geschnitten, trickreich gefaltet und schließlich mit einer BĂŒroklammer beschwert werden musste. Fertig war das Flugobjekt. Schnell die Treppe hinauf und von der Balustrade die Flugversuche gestartet! Selbstgebasteltes auszuprobieren macht immer noch am meisten Spaß. Und der Traum vom Fliegen wurde wahr. 

A. Danco, BuchPate an der Andreasschule

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02.10.2016 - Schiff Ahoi – Wir bauen Segelschiffe mit Fundsachen aus dem Rhein

Ein paar Impressionen aus unserem Workshop "Schiff Ahoi"

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Simas Geschichte - Ankommen in Bonn

Über das Kinderbuch "Simas Geschichte - Ankommen in Bonn", dass die Geschichte des FlĂŒchtlingsmĂ€dchens Sima erzĂ€hlt, das nach Bonn kommt und sich hier einlebt, haben wir bereits berichtet, da unser Verein fĂŒr jedes verkaufte Buch eine Spende von 1€ erhĂ€lt. Nun hat das Literaturhaus Bonn, dass das Buchprojekt „Sima“ zusammen mit der Kinderbuchautorin und Bonner Kindern durchgefĂŒhrt hat, fĂŒr dieses Projekt den Journalistenpreis der AWO-Mittelrhein erhalten. Vom Preisgeld hat das Literaturhaus uns 1500€ gespendet, Gelder, die wir fĂŒr unser Projekt „Meine erste Bibliothek“ verwenden werden.


Das erste Kapitel des Buches ĂŒber Sima wurde bereits in viele Sprachen ĂŒbersetzt, leider fehlen noch die Übersetzungen in die tĂŒrkische Sprache und in die kurdische Sprache. Wer sich fĂŒr diese Aufgabe interessiert oder jemanden kennt, der das machen könnte, kann sich gerne an uns wenden, wir stellen dann den Kontakt her zum Literaturhaus Bonn. Es werden keine professionellen Übersetzer gesucht, jeder, der sich in der einer der genannten Sprachen und in der deutschen Sprachen sicher fĂŒhlt, ist der Aufgabe gewachsen.

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