Der Besuch in der al-Muhajirin-Moschee am 03. Oktober 2018

Al Muhajirin bedeutet „der Auswanderer“. Präziser bezeichnet der Begriff die Frauen, Männer und Kinder, die mit dem Propheten Mohammed von Mekka nach Medina ausgewandert sind.

Die al-Muhajirin-Moschee war gut besucht am Tag der offenen Moschee. Zum Vortrag über Religiosität –individuell, natürlich, normal – waren vielleicht 50 Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen. Der Vortrag war ein Plädoyer dafür, Gemeinsamkeiten zu entdecken zwischen den Religionen und miteinander zu sprechen statt übereinander. Sehr geschickt band die Referentin den jüdischen Glauben in ihren Text ein und betonte gemeinsame Verbindungen zwischen den Religionen. Sie warb um Verständnis, dass Zugewanderte ihre eigene sozialen, kulturellen und religiösen Wurzeln nicht vergessen und ablegen können, zeigte aber auch auf, dass die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen und Werte in Deutschland von der überwiegenden Zahl der Zugewanderten geschätzt und mitgetragen werden.

Am Ende des Vortrages waren dann bestimmt über 200 Gäste in der Moschee. Bei der Führung bekamen wir die erste Etage mit ihren Veranstaltungsräumen gezeigt, die Frauengalerie im Gebetsraum und erhielten Einblicke in die Vorbereitungen für das Gebet, den Ablauf des Gebets und die Suren, die in den Gebeten gesprochen werden. Fragen zur Finanzierung der Moschee wich die Besucherbetreuung geschickt aus.



Im großen Saal konnten bei Tee und Gebäck Fragen zur Moscheearbeit, zur Finanzierung und allem, was man schon mal über den Islam wissen wollte, gestellt werden. Mit Hilfe einer 3-D-Brille war ein virtueller Rundgang im Hof der großen Moschee in Mekka rund um die Kaaba möglich und wer nicht selbst die Brille aussetzen wollte, konnte über einen Laptop mit sehen.

Die Veranstalter waren überrascht über den großen Besucherandrang. Die Zahl der Besucher lag deutlich über der Zahl der Besucher in den vorherigen Jahren. Sicher ein Hinweis darauf, dass nicht nur in Bonn die Menschen insgesamt ein großes Interesse an Zusammenarbeit, Zusammenleben und Gemeinsamkeiten haben und nicht interessiert sind an Trennung und Spaltung der Gesellschaft.

 


 

2008 -2018: 10 Jahre Kultur verbindet e.V.

Vorbereitungen

Die ersten Ideen und Planungen begannen bereits vor fast genau einem Jahr. Alle Vorstellungen waren noch sehr vage. Soll es eine große Feier sein oder besser viele kleine Einzelveranstaltungen? Ein Grillfest im Sommer oder eine festliche Veranstaltung? Eher ein auf Kinder ausgerichtetes Programm?

Im Endeffekt legten äußerliche Faktoren – wo können wir so eine Feier überhaupt durchführen? Was für personelle Kapazitäten haben wir überhaupt, um die Feier zu organisieren? – den groben Rahmen fest. Das großzügige Angebot vom Haus der Geschichte, die uns ihre Räume für die Feier zur Verfügung stellten, gab den Ausschlag für ein Festprogramm mit Grußworten.

Wichtig war uns, die Kinder, die Ehrenamtlichen und unsere Projekt-Kooperationspartner in den Mittelpunkt zu stellen und so haben wir mit der Brass-Band der Elisabeth-Selbert-Schule und dem Ludwig-singt-Chor der Lyngsbergschule zwei unserer Schulen für das Rahmenprogramm gewinnen können. Ergänzt wurde das musikalische Programm durch die Kinder, die an einem längeren Trommelworkshop  teilgenommen hatten.

Vieles brachte uns organisatorisch an die Grenzen. Einladungskarten mussten kreiert werden, die Beamerpräsentation erstellt (Danke an die beiden ehrenamtlichen Designer, die viele Stunden damit verbracht haben, ihre Designkonzepte mit unseren Vorstellungen in Einklang zu bringen), das Buffet geplant werden, Stadt und Kooperationspartner für Grußworte angesprochen werden . Dazu die  Details wie Technik, Tische und Stehtische, Gläser, Teller und Besteck…
Vieles haben wir vom Zeitaufwand her unterschätzt.  Das Adressieren und Frankieren der ca. 360 Briefumschläge für die Einladungen. Manches überraschte uns kurzfristig. Keine Kühlmöglichkeiten für Getränke im Haus der Geschichte??? Also Ausweichen auf Plastikwannen und Eiswürfel.

Hinter den Kulissen

Am Tag der Feier läuft vieles hinter den Kulissen. Auch bei uns. Um 16 Uhr trafen wir im Haus der Geschichte ein. Dort standen bereits die Tische für das Buffet und die Getränke. Die mussten erst einmal mit den Tischdecken eingedeckt werden. Tischdeko, Getränke, Teller, Gläser, Infomaterial, Geschenke für die Kinder mussten von den Autos in das Gebäude. Zwischendurch kam der Techniker für die Saaltechnik, das sehr umfangreiche Buffet und der Trommler mit seinen neun Trommeln kamen fast zeitgleich. Es wurde sportlich, soviel wurde von draußen nach drinnen befördert.

Über hundert Gläser, alle sorgfältig in Papier eingewickelt, mussten ausgepackt und bereitgestellt werden. Stehtische wurden aufgestellt, Deko verteilt, Infomaterial ausgelegt bzw. ausgehängt. Und Besucher des Hauses liefen ja auch noch durchs Foyer. Wir kamen ins Schwitzen. Dann kamen auch schon die ersten Gäste. Die Band machte die Tonprobe. Die Technik lief. Die Trommelkinder kamen und verschwanden zum Üben in den ersten Stock. Frau Büsch-Dutz, Rektorin der Lyngsbergschule und Leiterin des Kinderchores „Ludwig singt“ war da. Mit den ersten Kindern und deren Müttern.  Die Presse kam. Eine Mutter suchte ihr Kind aus der Trommelgruppe. Und immer mehr Ehrenamtliche, Mitglieder und Kooperationspartner wollten begrüßt werden.

Dann ging es los. Herr Schmidt vom Haus der Geschichte eröffnete die Festveranstaltung.

Im Untergeschoss sangen sich die Kinder vom Chor ein. Am Nebeneingang musste immer bei  jedem Applaus mit einem Ohr an der Tür gelauscht werden, welcher Programmpunkt an der Reihe ist, damit die Kinder rechtzeitig auf die Bühne geschickt werden. Frau Büsch-Dutz schaffte es bewundernswert, die über 20 Kinder während der Wartezeit ruhig zu halten. Endlich waren sie dran. Während das erste Lied gesungen wurde, kamen noch drei Nachzügler mit ihren Müttern angehetzt, der Bus hatte Verspätung gehabt. Sie huschten schnell noch auf die Bühne.

Mitten in diesem Auftritt erwischte die Trommelgruppe die falsche Tür und kamen statt in die Garderobe direkt unten in den Saal. Schnell wurden alle zurückgescheucht und in den richtigen Raum gebracht.  Während dann für diesen Auftritt die Trommeln und Stühle auf die Bühne gestellt wurden, räumte die Jazzband ihr Equipment von der Bühne.

Die Trommler begannen. Jetzt waren es noch 15 Minuten bis zum Ende der Veranstaltung und bis zum Beginn des Empfangs. Vor 40 Minuten hätte bei den warmen Speisen die Wärmevorrichtung angeschaltet werden müssen. Das hatten wir komplett vergessen bei all dem Trubel. Also schnell hoch, die Vorrichtungen anzünden. Die Folien von den Speiseplatten entfernen. Schon mal Wassergläser einfüllen. Die ersten Sektflaschen öffnen.
Beim Empfang waren Sie ja alle dabei. Fast hätten wir die Tombola vergessen. Ein Mikro zum Ausrufen der Zahlen der Gewinnlose wäre auch gut gewesen, es klappte dann auch ohne. Vielen Dank an die Museen, die uns die Tombola-Geschenke gespendet haben.

Als die meisten Gäste gingen, war noch viel vom Buffet übrig. Herr Jochem fuhr los und holte Alufolie, so dass sich alle, die noch da waren, Essen einpacken konnten.

Getränke und Gläser wurden eingepackt. Plakate abgehängt. Geschirr, Servietten etc. in Müllsäcke befördert. Die Platten vom Restaurant wurden zum Auto geschleppt. Die mussten an dem Abend noch ins Restaurant zurückgebracht werden. Stehtische wurden ins Atelier getragen. Die gesuchte graue Jacke vom Kinderchor fand sich wieder. Es dauerte fast eine Stunde, bis die Spuren der Veranstaltung beseitigt waren. In der  Garderobe haben wir dann doch die Getränkeflaschen und Becher vergessen. Sorry liebe Mitarbeiter vom Haus der Geschichte!

Um 22.30 Uhr waren dann auch die Platten und Warmhalte-Vorrichtungen im Restaurant Olive in der Brüdergasse abgeliefert. Wie lange Familie Cetinkaya beschäftigt war, die ganzen Gläser zu spülen, ist unbekannt. Wer genug vom Buffet-Essen eingepackt hatte, brauchte am Samstag jedenfalls nicht zu kochen.

Noch ist Einiges nachzubereiten. Rechnungen müssen bezahlt werden. Bei vielen werden wir uns noch bedanken für die Hilfe und Unterstützung. Wir sammeln noch Fotos von der Veranstaltung. Und kurze Berichte über das Fest.

Die nächste Feier??  In 10 Jahren gerne wieder!

 

Auch der Generalanzeiger hat über uns berichtet! Hier können Sie den Bericht herunterladen


(Quelle: Bonner General-Anzeiger)



Hier noch einige Impressionen von unserer Feier (Bilder: Kultur verbindet e.V.):

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10.07.2018: Abschlussveranstaltung in der Parkbuchhandlung

Die Veranstaltungen zum Abschluss des Schuljahres in der Parkbuchhandlung haben schon Tradition.

In diesem Jahr war das Interesse besonders groß.

Frau Barbara Ter Nedden, die wie gewohnt die Veranstaltung hervorragend vorbereitete, hatte sich daher kurzfristig entschieden, die Lesung mit der Kinderbuchautorin   Anja Fröhlich in das gegenüberliegende Parkhotel zu verlegen.
Frau Fröhlich las Auszüge aus ihrem Buch „Drunter und Drüber“. Die Kinder verfolgten die Geschichten, die durch sehr gelungene Zeichnungen untermalt wurden, mit großer Aufmerksamkeit.

Zum Schluss gab Fröhlich einen kurzen Einblick in das „Arbeiten“ einer Kinderbuchautorin.

Die Kinder bedankten sich bei ihren Buchpatinnen und Buchpaten mit einer Rose für Zusammenarbeit im letzten Schuljahr.

Frau Arzu Cetinkaya, die Vorsitzende des Vereins „Kultur verbindet“ dankte der Buchautorin, Frau Fröhlich, und Frau Ter Nedden von der Parkbuchhandlung für die sehr gelungene Abschlussveranstaltung mit schönen Blumensträußen.

Danach entstand ein großes Gedränge an dem Büchertisch. Jedes Kind verließ die Veranstaltung mit einem Buch seiner Wahl für die anstehende Ferienzeit.

Dieter Schäferbarthold

Bildquelle: Kultur verbindet e.V.



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Gelb + Orange = Rot

Bildquelle: Kultur verbindet e.V.

Der Malworkshop im Kunstmuseum am 16. Juni 2018

Zum Malworkshop waren die Kinder eingeladen worden, die sich am Malwettbewerb zum Thema „Mein Lieblingsbuch“ bzw. „Meine Patin und ich“ ein Bild eingereicht hatten.

12 Kinder waren gekommen. Bei dem Workshop ging es um Farben. Zuerst gab uns die Kursleiterin Plastikstücke in verschiedenen Farben, so dass wir durch die Plastikstücke die Welt vor dem Museum in bunt sehen konnten. Dann zeigte sie uns im Kunstmuseum ein Bild von August Macke. Das war nun gar nicht bunt, sondern es war fast nur in braunen und beigen Tönen. Dann zeigte sie uns ein weiteres Bild von ihm, für das er schon viele Farben benutzt hat.

Sie erklärte, dass bestimmte Farben, wenn man sie nebeneinander malt, besonders stark leuchten. Orange und blau zum Beispiel oder gelb und violett.

Zum Schluss sahen wir noch ein Bild, das aus vielen verschiedenen farbigen Kreisen bestand. Wir sollten alle Farben im Bild nennen. Zuerst wurde Rot genannt. Die Farbe wird immer sehr gut gesehen. Sie fällt auf, deswegen sind auch die Ampeln rot.  Andere Farben mögen wir gerne, weil sie so häufig in der Natur vorkommen. Blau zum Beispiel, wie der Himmel oder das Wasser.

Dann durften die Kinder malen. Das Thema war farbige Kreise. Kleine, große, Hauptsache bunt. So wie das Bild im Museum. So wurde gezeigt: Jeder kann malen.

Übrigens ist nebenan in der Bundeskunsthalle gerade eine Ausstellung zum Thema Spielen. Draußen ist eine große Wasseranlage, aus vielen Düsen spritzt abwechselnd Wasser aus dem Boden. Da kann jeder spielen und sich von den Wasserfontänen „einschließen“ lassen. Es gibt auch eine Riesenrutsche von Dach der Bundeskunsthalle und eine Halfpipe.

 


 

Malwettbewerb

Hier sehen Sie einige der tollen Bilder, die bei unserem Malwettbewerb eingereicht wurden.

Wir danken allen jungen Künstlern und Künstlerinnen für die Teilnahme!

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Unser Stadtrundgang mit Spiel Spaß und Aktion am 12.05.2018 durch Bonn


Um kurz vor 11 Uhr waren alle  11 Kinder und 9Erwachsene an der Bonner Oper versammelt und dann traf Martin von StattReisen Bonn erleben e.V. ein, der uns heute durch Bonn führen sollte. Zuerst erzählte er uns, dass beim Bau der Oper die Bauarbeiter zwei große Tongefäße voll mit alten Münzen gefunden hatten, die vor über 800 Jahren dort versteckt wurden. Er zeigte uns das Wappen von Bonn und erklärte die Bedeutung des Löwens im Wappen. Dann ging es an den Rhein. Hier schrieben alle Kinder einen Brief und steckten diesen in eine Flasche. Martin verkorkte die Flasche und Lithum durfte diese in den Fluss werfen.

Die Kinder erfuhren, dass der Rhein von der  Schweiz bis zur Nordsee fließt und in den Niederlanden in das Meer mündet. Alle hoffen jetzt, dass die Flasche mit der Nachricht auch gefunden wird und der Finder uns antwortet. Das Brückenmännchen, das an der Kennedybrücke angebracht ist und seinen Po Richtung Beuel und Frankfurt streckt, wurde auch bestaunt.

Dann ging es zum Alten Zoll, eine Festungsanlage. Erst einmal wurden die Kanonen erobert und die Kinder setzten sich darauf. Martin erzählte zur Bedeutung der Festung, zum Handel entlang des Flusses und zum Siebengebirge und der Burg und des Schlosses.

Am Fuße vom Alten Zoll machten wir eine Essenspause. Dann ging es in den Hofgarten und das Schloss wurde von außen bewundert. Auf alten Bildern, die wir gezeigt bekamen, sahen wir, wie das Schloss früher von innen aussah und wie es dann durch einen Brand zerstört wurde. Das die goldenen Figuren außen am Schloss nicht aus richtigem Gold waren, fanden alle etwas schade.

Beim Münster neben dem Pranger wurde sehr anschaulich gezeigt, wie es ist, am Pranger zu stehen. Die Kinder durften ihren Kopf und die Hände durch den Holzpranger stecken, den Martin mitgebracht hatte und wurde so „bestraft“ für ihre „Verbrechen“: den Teller nicht leer gegessen, die Hausaufgaben nicht gemacht…

Die Tour endete an der Stadtbücherei. Aus einer Modeliermasse wurden noch Münzen geprägt. Jedes Kind konnte sich aus den Prägeformen seine Vorder- und Rückseite der Münze aussuchen. Alle nahmen das Gummibärchen für die Vorderseite. Zu Hause kann die Münze dann noch farbig angemalt werden.

Dann trennte sich die Gruppe. Vielen Dank an Martin, der uns die drei Stunden lang so gut geführt hat und es geschafft hat, das Interesse der Kinder immer wieder zu wecken und mit viel Geduld auf ihre Fragen und Anmerkungen einzugehen.

Viele haben dann im beim Rückweg zum Auto oder zur U-Bahn noch ein Eis gegessen oder auch Luftballons und Rosen eingesammelt – unser Stadtrundgang war am Samstag vor Muttertag und Bonn hatte sich mit Geschenken und Aufmerksamkeiten für Mütter und Familien richtig ins Zeug gelegt.

Bilder: Kultur verbindet e.V.

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Bericht: Trommelworkshop am 06.05.2018

Kinder beim TrommelnBildquelle: Kultur verbindet e.V.

An die Trommel- fertig- los!

Am Sonntag, dem sonnigen 6. Mai 2018 fand ein vom Verein „Kultur verbindet e.V.“ angebotener Trommelworkshop statt. Trotz des schönen Wetters fanden sich 7 Mädchen und 1 Junge im Jugendzentrum K7 in der Mallwitzstraße in Bad Godesberg ein, um die Grundlagen des Trommelns zu ergründen.

Bevor der Spaß beginnen konnte, halfen die Teilnehmer dem Seminarleiter Jimas Sanwidi fleißig, die vielen Trommeln ins Jugendzentrum zu bringen und einen Halbkreis mit den Stühlen zu bilden. Herr Sanwidi stellte sich den Kindern vor. Sie erfuhren, dass er aus Burkina-Faso in Afrika stammt, unter anderem Französischlehrer ist und integrative Trommelkurse in Schulen und sozialen Einrichtungen gibt. Danach erzählte jedes Kind wie es heißt, in welche Klasse und Schule es geht und aus welchem Land es ursprünglich stammt. Danach konnte das Trommeln beginnen.

Jedes Kind hatte eine eigene Trommel (Djembe) zur Verfügung und sollte die Schuhe und Socken ausziehen, um so die Musik besser spüren zu können. Der Reihe nach durfte jedes Kind sich an den Basstrommeln ausprobieren, die beidhändig mit den Trommelschlägeln bedient werden. Die Schwierigkeit bestand darin, dass besonders die linke Hand zu tun hatte. Das ist bei den Rechtshändern die Hand, die ansonsten viel Pause hat. Hier musste sie jedoch immer beginnen und zudem musste ein Takt Pause eingehalten werden, bevor es dann wieder mit dem linken Trommelschlägel begann.

Bumm-bumm-bumm-Pause (oder: links-rechts-links-Pause).

Die anderen 7 begleitenden Trommler trommelten mit den Händen, auch links beginnend. Das klang z.B. etwa so:

Damm-pa-damm. Pause. Da-ba-da-ba-damm. Pause.

So einfach, wie sich das anhören mag, war es aber nicht für jeden. Es gehört schon eine Menge an Konzentration dazu, den Takt zu halten und immer wieder mit der richtigen Hand zu beginnen- nämlich der LINKEN! Herr Sanwidi verstand es sehr gut, die Kinder zur konzentrierten Mitarbeit zu bewegen und gab sensibel Hilfestellung, wenn einmal ein kleiner Trommler oder eine Trommlerin den Takt verloren hatte. Es war aber jeder mit Ausdauer bis zur kleinen Pause dabei, nach der es dann mit neuer Konzentration in den Endspurt ging.

Herr Sanwidi zeigte den Kindern, wie man bekannte Kinderlieder wie zum Beispiel „Bruder Jakob“ singen und zugleich auch trommeln kann. Zum Abschluss durften sich die Kinder kleine Sätze ausdenken, die dann auch in „Trommelsprache“ umgesetzt wurden und dann war der Workshop auch schon zu Ende.

 


 

Besuch der Villa Hammerschmidt am 02.05.2018


Für unsere Ehrenamtlichen hatte der Verein eine Führung durch die Villa Hammerschmidt organisiert. Am 02. Mai trafen wir uns kurz vor 11 am Besuchereingang zur Villa an der Adenauerallee.
Einige waren mit dem Fahrrad gekommen und die zwei Sicherheitsbeamten, die den Eingang aufschlossen, baten erst einmal darum, dass die Räder auf dem Gelände der Villa geparkt würden, weil „es ja nicht gut aussieht, wenn am Zaun des Sitz des Bundespräsidenten so viele Räder angekettet sind“.

Besser bewacht haben die Fahrräder noch nie gestanden. Frau Soledad, unsere Betreuerin bei der Führung, begleitete uns durch den großen Park mit alten und auch exotischen  Bäumen – ein Statussymbol zur Bauzeit der Villa – bis zum Bereich vor die Villa, wo auch die Staatsgäste empfangen werden. Wir erfuhren, wie die Ehrengarde aufgestellt wird (auf dem Boden sind fein eingefräste Linien, damit die Soldaten auch exakt in Reihe stehen), dass der Staatsgast immer einen halben Schritt vor dem Bundespräsidenten gehen darf und auch auf der Seite zur Ehrengarde.

Die Räume in der Villa sind viel kleiner als vermutet und ausgestattet mit von Museen „geliehenen“ Möbeln. Die Fotografien an den Wänden geben einen Einblick in das Leben der Menschen im Rheinland. Zwei von uns durften auf den Sofas Platz nehmen, auf dem sonst der Bundespräsident und seine Gäste sitzen, um zu zeigen, wie die Sitzordnung ist und wo die Dolmetscher stehen.

Auch im Speisesaal erfuhren wir vieles über die Sitzordnung, das Essen (immer etwas Landestypisches) und Detail zur Tischdekoration. Wenn zu Bundeshauptstadtzeiten mehr als 34 Gäste zum Essen eingeladen wurden, wurde in die Redoute in Godesberg ausgewichen.

Der Rundgang ging dann über die Terrasse – mit schönen Blick auf den Rhein – und den hinteren Garten zurück zum Ausgang.

Für alle, die nicht dabei waren: Im Juni findet immer ein Tag der offenen Tür statt, bei dem man die Gartenanlagen der Villa Hammerschmidt und der danebenliegenden Kanzlerbungalows besichtigen kann und mit viel Glück einen vorderen Platz in der Warteschlange ergattert und ins Gebäude kommt.

gefördert durch:

       

  • VillaHammerschmidt1
  • VillaHammerschmidt2

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Workshop „Meeresforscher“ im Deutschen Museum am 22.04.2018

Für so einen heißen und sonnigen Tag waren doch viele Kinder gekommen. Alle folgten der Kursleiterin Tanja, die die Gruppe im Eingangsbereich abholte, in den Experimentierbereich. Dort warteten bereits die Eisbären und Eisberge (aus Playmobil) auf die Kinder. Wasser in einem kleinen Glasbecken wurde zum Ozean. Die Kinder konnten die Eisberge (Eiswürfel) zu Wasser lassen und sehen, wie durch die Sonne – eine Infrarotlampe – die Klimaerwärmung die Eismassen schmelzen lässt und der Meeresspiegel anstieg.

Dann hat Tanja einen Tankerunfall und die Auswirkungen auf das Meer und die Vögel nachgestellt. Olivenöl und Kaffeepulver wurden verrührt, das war das Öl. Es wurde auf das Wasser geschüttet und verrührt. Das Öl setzte sich immer wieder an der Oberfläche ab und die schöne weiße Feder, die damit in Berührung kam, verklebte und wurde schwarz.

Es wurde noch viel gelernt über die Meeresverschmutzung. Kleine Plastiktüten, die im Wasser schwimmen, sehen aus wie Quallen und werden von Schildkröten gefressen, die dann daran sterben. Winzige Plastikteilchen werden von den Tieren gefressen und dann essen auch wir dieses Plastik, wenn wir Fisch essen.

Zum Schluss wurde noch gezeigt, wie eine Tomate schwimmen lernt. Die Tomate kam in einen Wasserbecher und sie sank auf den Boden. Dann rührten die Kinder Salz ins Wasser und schwupps – schwamm die Tomate oben.

Nach dem Workshop erkundeten die Kinder und die Patinnen noch das Museum. Es wurde mit Lego gebaut, Rad gefahren und noch andere Dinge ausprobiert. Schön wars!

  • Meeresforscher2
  • Meeresforscher1
  • Meeresforscher3
  • Meeresforscher6

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17.03.2018: Eltern – Kinder – Patenausflug auf den Drachenfels

Angemeldet waren etwas mehr als 30 Personen, gekommen sind dann etwas weniger als 20. Es war sooo kalt!!!! Wer hätte gedacht, dass es Mitte März noch mal richtig schneit und über Nacht die Temperaturen auf den Gefrierpunkt fallen, wo es doch noch in der Woche mit 12 Grad frühlingswarm war!

Oben auf dem Drachenfels blies der Wind, dennoch war die Aussicht auf Bonn und bis zur Eifel sehr gut. Der Weg war durch Schnee und Frost rutschig und wir kamen uns vor wie die Ritter aus alten Zeiten, die mühsam zu ihrer Burg hochkraxeln mussten.

Nach dem kurzen Aufenthalt am Burgturm ging es dann schnell wieder mit der Zahnradbahn nach unten. Drei Kinder und vier Erwachsene besichtigten das Schloss. Vor der Schlossbesichtigung haben wir uns erst einmal mit einem heißen Kakao aufgewärmt. Dann machten sich die drei Mädchen eifrig daran, die Fragen der Fotorallye zu beantworten. Die Stufen bis zum Nordturm wurden gezählt – das ist nicht einfach, wenn man als Zweitklässlerin gerade bis hundert zählen kann, es aber 144 Stufen gibt –, der Name des Thronbesitzers musste gefunden werden und wer wohnte denn im Vorschloss, in dem es heute die Eintrittskarten zu kaufen gibt? Mit ein wenig Hilfe wurden alle Fragen beantwortet und die Braut, die im Trauzimmer des Nordturms an dem Tag getraut werden sollte, haben wir auch noch sehen können.
Die zweite Gruppe fuhr direkt bis nach unten und ging ins Sealife. Da ist es ja immer kuschelig warm, so dass die Kälte schnell vergessen war. Die vielen Fische, die Seepferdchen und natürlich der Tunnel unter dem großen Becken mit Rochen und Haien faszinierte die Kinder. Nach dem spannenden Ausflug freuten sich alle auf einen gemütlichen Nachmittag im warmen Wohnzimmer.


Danke, dass ihr dabei wart! Es hat viel Spaß gemacht!

  • Drachenfels2
  • Drachenfels1

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