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21.06.2017: Interview mit einem BuchPaten der Andreasschule in Rüngsdorf


Mein zweites „BuchPaten-Interview“ führte mich am 21. Juni 2017 erneut in ein sehr schönes Rüngsdorfer Café, in dem ich mich diesmal mit einem Herren zum Austausch verabredet hatte. Herr M. (Name geändert) berichtete mir ebenfalls sehr ausführlich und voller Begeisterung von seinem Patenkind Ahmet (Name geändert) und den Dingen, die sie schon gemeinsam „erlebt“ haben.

Herr M. ist ebenfalls durch einen Bericht im General Anzeiger über den Verein „Kultur verbindet e.V.“ aufmerksam geworden und hat sich gleich für eine BuchPatenschaft angemeldet.

In der Andreasschule in Rüngsdorf wurde ihm dann Ahmet als Patenkind ans Herz gelegt, der still und in sich gekehrt zwar Bestleistungen in der Schule erbringt, aber aufgrund seiner sehr zurückhaltenden Art möglicherweise eine Art erwachsenen „Unterstützer“ braucht.

Ahmet ist inzwischen 8 Jahre alt und hat libysche Wurzeln. Er hat drei Geschwister und spielt eigentlich am allerliebsten Fußball!

Da Herr M. in der Ausgestaltung seiner wöchentlichen „Lesestunde“ völlig frei ist und von Beruf einmal Schauspieler war, greift er neben Softball spielen auch ganz andere Möglichkeiten auf, mit denen er Ahmet zum Reden und vor allem zum Lachen bringen kann. Denn speziell das Herausarbeiten von irgendwelchen Reaktionen stellt Herrn M. bei Ahmet vor eine große Herausforderung.

So werden in der Zusammenarbeit Worte durch Gebärden unterstrichen  z.B. mit Lautübungen aus der Eurythmie (Bewegungskunst) und durch Übungen zur Sprecherziehung. Auch kleinere musikalische Übungen am Klavier oder mit der Trommel kommen zur Anwendung. Herr M. versucht außerdem über das Betrachten von lustigen Karikaturen (z.B. von Tomi Ungerer) Ahmet zum flüssigen Sprechen zu bringen.

Auch das Schach spielen gehört zur Gestaltung der Lesestunde. Hier bedarf es bei Ahmet speziell im Bereich „gewinnen“ und „verlieren“ ein wenig Nachhilfe. So versucht Herr M. dem Jungen immer wieder zu verdeutlichen, dass man auch mal eine Niederlage einstecken können muss. Auf Herrn M. wirkt Ahmet sehr leistungsorientiert und auch die BuchPatenschaft möchte Ahmet nach eigener Aussage nutzen, um noch besser deutsch zu lernen. Obwohl er nach Aussage von Herrn M. das Lesen schon sehr gut beherrscht, beschränkt er sich aber beim Sprechen noch auf einfache sehr kurze Sätze.

Am allerbesten hat Herrn M. bislang in seiner Arbeit der Zeitpunkt gefallen, an dem Ahmet spürbar eine Bindung zu Herrn M. aufgebaut hat und seitdem nicht einfach brav die ihm vorgeschlagenen Dinge erledigt, sondern durchaus auch klar macht, was ihm gut oder eben nicht so gut gefällt. So stehen die beiden endlich im Dialog.
Ganz rührend fand ich während des Interviews, wie Herr M. von seinem ersten Geschenk an Ahmet berichtete. Er übergab ihm kleine Römerfiguren, mit denen er selbst in seiner Kindheit gespielt hat und die Ahmet dann auch voller Stolz nach Hause getragen hat. Gleichzeitig fand ich es insgesamt hochinteressant, mit welch außergewöhnlichen Maßnahmen und Ideen Herr M. Ahmet begeistert.

Schade ist, dass auch Ahmet die vielen tollen Angebote die der Verein anbietet (Ausflüge in die Natur, Museumsbesuche mit Kinderexperimenten, Theatervorstellungen usw.), noch nicht mitmachen konnte. Verschiedene Versuche der Kontaktaufnahme von Herrn M. zu Ahmets Eltern sind leider bislang noch nicht gelungen.
Ich danke Herrn M. für den offenen und interessanten Gedankenaustausch und wünsche ihm weiterhin ganz viel Freude, Spaß und Erfolg mit Ahmet. Ich finde es großartig, dass Herr M. auf ganz individuelle Weise seine eigenen Erfahrungen und sein Wissen an ein ihm zunächst nicht bekanntes Kind weitergeben möchte.

- Claudia Starke


Februar 2017: Lesegeheimnisse

Kurz vor acht Uhr stehe ich noch ein wenig müde auf dem Schulhof, ein Kind kommt auf mich zu und fragt: "Bist du auch eine Buchpatin?".

Ich nicke und sie fragt:"Kennst du Frau H.?"
"Natürlich kenne ich Fr. H". und frage: "macht  dir das Lesen mit ihr Spaß?"
"Ja sehr, manchmal darf ich sie sogar zu Hause besuchen. Das ist richtig toll."

Dann kommt das Mädchen noch ein wenig näher und sagt verschmitzt: "Soll ich dir mal ein Geheimnis sagen? Eigentlich sollen wir ja lesen, aber wir erzählen auch ganz viel. Das ist auch sehr schön, und das ist dann unser Geheimnis".

Jetzt läutet die Schulglocke und die Schülerin läuft ins Schulgebäude.

Ich bin ganz glücklich über diese Begegnung. Wir Paten werden von den Kindern erkannt, sie vertrauen uns „Geheimnisse“ an, wir werden zu ihren Freunden und Vertrauten. Und wenn der eigene Patie„nett“ ist, dann sind es die anderen auch, welch wunderbare Logik.

B. Greiffendorf, Februar 2017


05.02.2017: Ohren gespitzt - Was ist Schall ?

Ein Workshop mit Paul.

Beim sonntäglichen Workshop zum Thema „Schall“ trafen sich zwölf Kinder und fünf Erwachsene mit Paul vom Verein „Abenteuer Lernen“. Paul hatte mehrere Körbe mit Lehr- und Bastelmaterial mitgebracht. Wir übten erst einmal das Aufblasen bunter Luftballons. Dann lernten wir, dass man mit dem Luftstrom aus aufgeblasenen Ballons die verschiedensten Geräusche erzeugen kann und dass in unserem Kehlkopf Vergleichbares passiert. Eine ganz schwierige Aufgabe war es, einen vorn abgeschnittenen Luftballon über eine leere Klopapierrolle zu ziehen. Lachen Sie nicht, versuchen Sie es mal! Das ergab dann eine Luftkanone, mit der sich leichte Papierstückchen schießen ließen oder eine Kerzenflamme ausgeblasen werden konnte.

Mit einem langen Wollfaden und einer metallenen Besteckgabel stellten wir eine Art Stethoskop her. Wenn man die Enden der Wollfäden in die Ohren steckt und die Gabel anschlägt, werden die Schwingungen auf die Kopfknochen übertragen („Knochenhören“); das hört sich dann tief und dumpf an.

Zum Abschluss haben wir uns über das Gelände ums Haus verteilt und die Geräusche aufgemalt, die wir hören konnten. Geräusche malen! Darauf muss man erst mal kommen. Dabei hörten wir überraschend viel und auch schon die ersten Meisen ihr Frühlingslied anstimmen.

Wir bedanken uns bei Paul für einen lehrreichen und fröhlichen Vormittag. 

- Wolfgang Hachtel, BuchPate an Lyngsberg- und Gotenschule

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18.12.2016 - "Ein Schaf für's Leben"

Das Stück hat den Kindern gut gefallen. Von besonderem Interesse für die Kinder sind immer die Requisiten und wie man mit Hilfsmitteln verschiedene Geräusche erzeugt, z.B. wie man es schafft, dass es so klingt, als ob jemand auf Schnee tritt oder wie man Windgeräusche erzeugt.

Hier noch paar Impressionen aus dem Theaterstück des "Theater Marabu".

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04.12.2016 - Schiff Ahoi – Wir bauen Segelschiffe mit Fundsachen aus dem Rhein

Ein paar Impressionen aus unserem Workshop "Schiff Ahoi"

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27.11.2016 - Über den Wolken. Der Traum vom Fliegen

Den Traum vom Fliegen verwirklichen wollten unsere BuchPatenkinder am 27. November im Deutschen Museum unter Anleitung von Frau Susanne Philips. Geduldig erläuterte die Mitarbeiterin des Hauses die Grundlagen zur Beantwortung der Frage, warum ein Flugzeug fliegen kann und nicht vom Himmel fällt. Auch wenn man sie meist nicht sehen kann, ist Luft nämlich etwas ganz Besonderes:  Sie kann sich bewegen, sie hat Gewicht, sie kann sich erwärmen oder abkühlen.
Zur Veranschaulichung haben wir einen großen Ballon mit „gefönter“ Heißluft gefüllt und  bis fast an die Decke des Museums steigen lassen. Oder wir haben mit aller Kraft versucht, einen Luftballon in einer leeren (= mit Luft gefüllten) Flasche aufzublasen, was selbst dem Kind mit dem besten Sonntagsfrühstück im Bauch erst gelingen konnte, als ein Strohhalm für eine Entlüftung der Flasche sorgte.
Höhepunkt des Tages war aber der Bau eines kleinen Papierhubschraubers, der von den Kindern aus einem Schnittbogen geschnitten, trickreich gefaltet und schließlich mit einer Büroklammer beschwert werden musste. Fertig war das Flugobjekt. Schnell die Treppe hinauf und von der Balustrade die Flugversuche gestartet! Selbstgebasteltes auszuprobieren macht immer noch am meisten Spaß. Und der Traum vom Fliegen wurde wahr. 

A. Danco, BuchPate an der Andreasschule

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02.10.2016 - Schiff Ahoi – Wir bauen Segelschiffe mit Fundsachen aus dem Rhein

Ein paar Impressionen aus unserem Workshop "Schiff Ahoi"

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Simas Geschichte - Ankommen in Bonn

Über das Kinderbuch "Simas Geschichte - Ankommen in Bonn", dass die Geschichte des Flüchtlingsmädchens Sima erzählt, das nach Bonn kommt und sich hier einlebt, haben wir bereits berichtet, da unser Verein für jedes verkaufte Buch eine Spende von 1€ erhält. Nun hat das Literaturhaus Bonn, dass das Buchprojekt „Sima“ zusammen mit der Kinderbuchautorin und Bonner Kindern durchgeführt hat, für dieses Projekt den Journalistenpreis der AWO-Mittelrhein erhalten. Vom Preisgeld hat das Literaturhaus uns 1500€ gespendet, Gelder, die wir für unser Projekt „Meine erste Bibliothek“ verwenden werden.


Das erste Kapitel des Buches über Sima wurde bereits in viele Sprachen übersetzt, leider fehlen noch die Übersetzungen in die türkische Sprache und in die kurdische Sprache. Wer sich für diese Aufgabe interessiert oder jemanden kennt, der das machen könnte, kann sich gerne an uns wenden, wir stellen dann den Kontakt her zum Literaturhaus Bonn. Es werden keine professionellen Übersetzer gesucht, jeder, der sich in der einer der genannten Sprachen und in der deutschen Sprachen sicher fühlt, ist der Aufgabe gewachsen.

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


September/Oktober 2016: Meine erste Bibliothek

Im September und Oktober begannen an der Lyngsbergschule und an der Gotenschule neue
Kinder im Projekt „Meine erste Bibliothek“. An der Lyngsbergschule haben 13 Kinder und ihre
Eltern die Paten und Patinnen kennengelernt, an der Gotenschule starten erst einmal 8 Kinder die
Buchstunden. Das Team an der Lyngsbergschule würde sich noch auf neue aktive BuchPaten
freuen, dort betreuen 13 Paten 26 Kinder.


Im September wurden insgesamt 16 Kindern an der Andrasschule die Bücherkisten geschenkt. Die
Kinder sind seit März 2016 im Projekt, jetzt bekamen sie die Kisten, in denen sie die mit Ihren
Patinnen und Paten durchgelesenen Bücher zu Hause aufbewahren können. Nachdem alle Kisten
überreicht waren, verzieren alle Kinder diese begeistert mit Aufklebern. Die Mädchen griffen zu
denen mit Tieren, Prinzessinnen und Blumen, die Jungen bevorzugten Motive wie Autos, Ritter und
Dinosaurier.


08.10.2016: Kultur verbindet - Vereinsfest

Zum Vereinsfest kamen dann doch deutlich mehr Paten und Patinnen, Eltern und Kinder als von den
Anmeldungen her zu erwarten war, so dass wir noch schnell aus allen Räumen vom Haus der
Familie Stühle herbeitragen mussten. Das Buffet war durch die vielen Kuchen, Salate und
herzhaften Köstlichkeiten reich bestückt, die Kinder vergnügten sich im Spielzimmer und beim
Glückssteine bemalen. Für den Vorstand waren die vielen anregenden Gespräche sehr informativ
und so manche Paten und Eltern hatten erstmals Gelegenheit, sich richtig gut kennenzulernen. Bei
der Tombola für die Kinder wurden gut 80 Geschenke von Büchern und Gesellschaftsspielen über
Mal- und Bastelsachen bis hin zu Schokolade verlost, jedes Kind konnte zum Ende des Festes mit
zwei Gewinnen nach Hause gehen.

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