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09.11.2019: Glas-Workshop in Rheinbach


Rheinbach ist gar  nicht so weit weg von Bonn. In 30 Minuten ist man mit dem Zug da und vom Bahnhof sind es dann 700 m Fußweg. Das Museum liegt in einem alten Gebäude und hat einen schönen Innenhof.
Vom Museum haben wir nichts gesehen, es ging gleich in den Keller zum Workshop. Dort waren auf den Tischen schon einige Beispiele von Flaschen und Glasgefäßen, die mit Sandstrahl bearbeitet waren. Überall, wo das Glas mit Sand „beschossen“ wurde, war das Glas matt. Die Flächen, die mit Folie abgeklebt waren, blieben klar.

Wir malten erst einmal unsere Motive auf Papier. Frau Stanke, die den Workshop leitete, hatte uns verschiedene Papierblätter mit Buchstaben in unterschiedlichen Formen und Sprachen hingelegt. Sogar chinesische Schriftzeichen waren dabei. Aber auch Bilder von Schmetterlingen, Sternen, Tieren …. Wir suchten uns die Bilder aus, die wir dann auf unser Glas haben wollten oder malten eigene Ideen auf Papier.

Dann übertrugen wir die Zeichnungen auf die Folie. Dazu wurde zwischen das Papier und die Folie ein mit blauer Farbe beschichtetes Blatt gelegt. Unsere Zeichnungen wurden mit dem Bleistift nachgemalt  und die Umrisse waren  dann auf der Folie in blau zu sehen.

Dann mussten die Bilder auf der Folie ausgeschnitten und auf die Glasgefäße geklebt werden. Nach dieser Feinarbeit ging es an die Sandstrahlkanone. Dies ist ein großer Kasten mit einer Klappe mit Sichtfenster, ähnlich wie  am Backofen. Das Glasgefäß wurde in den Kasten gestellt, die Klappe geschlossen. Unter der Klappe konnte man von außen in zwei große und feste Gummihandschuhe greifen. So konnte man mit dem linken Handschuh das Glasgefäß festhalten und mit dem rechten die Sandstrahlpistole. Mit dem Fuß gab man dann „Gas“ und der Sand schoss aus der Sandstrahlpistole. Das ganze Glasgefäß wurde von oben bis unten und von allen Seiten „abgestrahlt“, so dass alle nicht mit Folie beklebten Flächen matt wurden.

Frau Stanke prüfte mit  scharfem Blick das Ergebnis und zeigte die Stellen, die noch nicht richtig vom Sand getroffen wurden. Die wurden noch mal beschossen. Dann wurde das Gefäß abgewaschen und getrocknet und alle waren sehr stolz über ihre schön verzierten Gegenstände.

Alle Bilder: Kultur verbindet e.V.

 

 

  • Glasworkshop Nov. 19.2 _
  • Glasworkshop Nov. 19.3 _
  • Glasworkshop Nov. 19.7 _

 


28.10.2019: Startveranstaltung Lyngsbergschule

Hier ein paar Impressionen von der Startveranstaltung in der Lyngsbergschule (alle Fotos: Kultur verbindet e.V.)

 

 

Alle Bilder: Kultur verbindet e.V.

06.10.2019: Workshop Tintenblau – Mosaike und Ornamente

Schauen Sie, was für schöne Kunstwerke unsere Kinder im Workshop gemalt haben!



Bild: Kultur verbindet e.V.

10.03.2019: Workshop Schokolade

Der Workshop zum Thema Schokolade im K7-Jugendzentrum in Pennenfeld, war richtig lecker. Er fing mit einem kurzen Film an. Der Film zeigte das Pflücken der Kakaofrüchte in Afrika. Die Kinder erfuhren, dass Kinder in Afrika schwere Arbeiten bei der Ernte auf den Kakaoplantagen verrichten müssen,  schlecht bezahlt werden und nicht zur Schule gehen können, weil ihre Eltern sehr arm sind. (Es ist deswegen besser, Schokolade mit dem Siegel Fair Trade zu kaufen, da dort nur Bauern und Kooperativen mitarbeiten, die keine Kinder arbeiten lassen und die faire Arbeitslöhne zahlen).

Julia von der Organisation Abenteuer Lernen e.V., die den Workshop leitete, teilte dann das Rezept für Schokolade aus.

Du brauchst:

    • 20 Gramm geröstete Kakaobohnen (ohne Schale) oder Kakao Nibs,
    • 20 Gramm Puderzucker,
    • 1 Esslöffel Kakaobutter,
    • eine Prise Milchpulver
    • und ein wenig Wasser.

Die Kakaobohnen müssen geschält und gestampft oder in der Kaffeemühle fein gerieben werden. Danach werden alle anderen Zutaten zugefügt. Die Masse muss vorsichtig erwärmt werden. Am besten im Wasserbad: Dazu füllst du einen Topf zur Hälfte mit Wasser. Auf das Wasser stellst du eine Schüssel aus Metall, da gibst du die Schokomischung hinein. Das Wasser erwärmst du bei mittlerer Hitze. Sobald die Schokoladenmasse anfängt zu schmelzen, stellst du die Temperatur der Herdplatte auf kleinste Stufe und rührst die Schokoladenmasse ab und zu um, bis alles geschmolzen ist.

Die warme Schokoladenmasse wird mit einem Nudelholz "conchiert". Das bedeutet „rühren“. Du kippst die Schokomasse auf ein großes Stück Backpapier, legst ein zweites Backpapier darüber und rollst mit dem Nudelholz die Masse aus. Nicht zu dünn. Dann nimmst du das obere Papier weg, klappst die Schokoladenplatte zusammen  (doppelt oder dreifach) und wiederholst das Ausrollen. Je öfter dieser Schrittgemacht wird, desto besser wird die Schokolade.

Du kannst vor dem letzten Ausrollen auch Nüsse, Rosinen, Krokant, Zuckerstreusel oder Brausepulver auf die Schokolade streuen. Oder nach dem letzten Ausrollen, dann sieht der fertige Schokoriegel verziert aus.
Alle Kinder nahmen Ihre Schokoladenriegel mit nach Hause. Die Schokolade ist viel herber als die, die du kaufen kannst. Man kann sie auch in heißer Milch auflösen und hat dann einen leckeren Kakao.

Shiri Dettmann- Nouri


09.03.2019: Comic-Workshop

Anfang März zeigte uns Lisa Morfeld, wie man Comics zeichnet. Los ging es mit einer Aufwärmübung für die Finger. Auf dem Tisch lagen Karten. Sie waren auf der Rückseite rot, gelb und grün. Vorne standen bei den roten Karten Tiernamen, bei den gelben Orte (z.B. Supermarkt, Raumschiff, Wasser oder Küche) und bei den grünen Karten, was gemacht wird (essen, schwimmen fliegen).



Jedes Kind musste von jeder Farbe eine Karte ziehen und dann danach ein Bild malen. Wir hatten einen König, der auf einer Brücke einen Drachen steigen lässt, einen Wurm, der im Flughafen telefoniert und einen Schmetterling im Ufo, der Flöte spielt. Am schönsten war die Giraffe, die auf der Toilette sitzt und liest.
Danach lernten wir ein Strichmännchen zeichnen und ließen das Strichmännchen verschiedene Bewegungen machen: Handstand, Karate, Ballett…
Dann konnte sich jeder Figuren für das eigene Comic überlegen. Auf die Titelseite kam dann das erste große Bild von der Comicfigur und auf der Innenseite machten wir viele kleinere und größere Kästchen, in die wir dann die Figuren und die Geschichte malten.  Die meisten hatten am Ende vom Workshop drei oder vier Bilder der Geschichte gemalt. Ob die Geschichten noch fertig werden?

Bilder: Kultur verbindet e.V.


Kistenfest in der Gotenschule

 

Am 22. Februar haben die Zweitklässler, die im November mit den Patinnen und Paten zu Lesen angefangen haben, die Bücherkisten für die bereits fertig gelesenen Bücher erhalten. Das Klassenzimmer war voll wie selten. Die Gotenschule ist seit diesem Schuljahr dreizügig und daher sind 15 Kinder in dem Projekt „Meine erste Bibliothek“.

Nach der Begrüßung wurde aus dem Buch „Kinder, wenn euch ein Kleiner Prinz begegnet… vorgelesen… Die Kinder staunten über den Hut, der sich als Elefant in einer Riesenschlange entpuppte und über das Schaf in der Kiste. Liebe Lehrerinnen, wundert euch nicht, wenn die Kinder im Malunterricht demnächst Päckchen zeichnen und behaupten, da sei die Blume oder das Tier drin. Wenn Sie es nicht sehen, fehlt Ihnen nur die Phantasie!

 




Dann kam jedes Patinnen-Kind Tandem nach vorne, erzählte kurz, welche Bücher bereits gemeinsam gelesen wurden und was das Kind gerne liest. Die meisten waren beim zweiten oder dritten Buch. Im Anschluss daran hatten die Pat*innen Zeit, sich mit den Eltern der Kinder zu unterhalten und die Kinder durften Ihre Kisten noch schön dekorieren. Die Kekse und Süßigkeiten, die auf den Tischen standen, verschwanden dabei wie von selbst.

Bildquelle: Kultur verbindet e.V.


02.12.2018: Workshop "Leonardo da Vinci mit Fischertechnik / fischer TiP"


Am 2. Dezember 2018 um 11 Uhr waren wir wieder einmal im Deutschen Museum Bonn zu einem Workshop zu Gast. Frau Philips begrüßte uns und wir mussten uns entscheiden, ob wir uns mit fischertechnik beschäftigen wollten, wie es in der Einladung geschrieben stand, oder ob wir mit fischer TiP Gegenstände herstellen wollten, die wir auch mit nach Hause nehmen konnten. Die Mehrheit entschied sich für das Basteln mit fischer TiP.

Fischer TiP ist eine Erfindung von Herrn Artur Fischer. Frau Philips kannte Herrn Fischer sogar persönlich, er war auch zu Gast im Deutschen Museum Bonn. Er hat über 6000 neue Dinge erfunden und sich diese dann patentieren lassen. Ein Patent ist ein Recht für jemanden, der etwas erfunden hat. Er kann es dann anmelden und der Staat bestätigt ihm dann, dass er der erste war, der dieses neue Ding erfunden hat. Andere dürfen dann damit kein Geld verdienen.

Fischer TiP sehen aus wie kleine Styroporwürstchen und sind aus Kartoffelstärke. Die schöne bunten Farben sind mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Die unschädliche Stärke in den fischer TiPs klebt, sobald sie mit Wasser in Berührung kommt.

Frau Philips schleppte einige Kisten mit vielen bunten fischer TiPs an und stellte gefüllte Schalen auf den Tisch sowie feuchte Schwammtücher. Und schon konnte es beginnen. Jeder durfte kleben, was er wollte. Es gab einige Vorlagen oder man konnte sich selber ein Tier oder einen Gegenstand ausdenken. Man konnte die fischer Tips mit Plastikmessern in Form schneiden, wenn man kleine Teile benötigte. Sie ließen sich auch gut halbieren und formen und sie klebten, sobald man sie auf dem Schwammtuch kurz angefeuchtet hatte. Dabei reichte es, wenn man sie einmal kurz auf das Tuch getippt hatte.

Es kamen viele schöne Dinge zusammen: ein Küken, ein Schwein und ein Einhorn, eine Rakete, ein Auto, ein Tisch, mehrere Schiffe, zwei Regenbogen, eine Schere, eine Sonne und noch viel mehr.

Die Zeit ging viel zu schnell vorbei, aber vorher war noch Zeit für ein schönes Gruppenfoto auf der Treppe, für das jeder sein Lieblingsteil mitnehmen konnte. Danach konnte man sich noch eine Weile im Museum umsehen, bis um 13 Uhr die Eltern kamen.


25.11.2018: Workshop Feuer und Flamme


Am 25.11.2018 hatte der Verein „Kultur verbindet e.V,“ für die Zeit von 9-11 Uhr zum Workshop Feuer und Flamme eingeladen. Es war ein ziemlich ungemütlicher, aber trockener Tag. Es stellte sich leider heraus, dass die für die Öffnung des Veranstaltungsgebäudes zuständige Dame den Termin anscheinend vergessen hatte, sodass wir den Workshop draußen veranstalten mussten.

Frau Julia Rohde vom Verein „Abenteuer Lernen“ begrüßte die 5 Mädchen und den einen Jungen, bildete einen Kreis und verteilte Streichhölzer. Einige Kinder hatten schon Erfahrung im Anzünden von Streichhölzern, für andere war es das erste Mal. Schon nach einigen Versuchen klappte das aber bei allen sehr gut und es wurde geübt, ein Teelicht anzuzünden. Natürlich wurde ermahnt, die Streichhölzer immer von dem eigenen Körper weg anzuzünden und nicht die Haare oder die Arme über die brennenden Kerzen zu halten, da diese sich schnell entzünden könnten.

Nachdem die Teelichter brannten, sprachen wir darüber, was ein Feuer zum Brennen benötigt. Da war zum einen die Entzündungshitze, die in diesem Fall durch das Abreiben des Streichholzkopfes entstand. Als „Futter“ benötigte das Feuer in diesem Fall das Gas aus dem Wachs. Was es noch brauchte, erlebten wir, als wir verschieden große Gläser über die brennenden Teelichter stülpten. Die Kerzen, die unter den größeren Teelichtern standen, brannten etwas länger als die Kerzen, die unter einem kleinen Glas standen. Also benötigt das Feuer auch noch Sauerstoff, um brennen zu können.

Was aber tun, wenn man kein Streichholz zum Anzünden hat? Julia versorgte alle Kinder mit einem Metalltablett, auf dem ein bisschen Zunder lag und Holzspäne. Dazu gab es zunächst für jeden eine Schutzbrille und zwei Feuersteine. Diese mussten aneinander geschlagen werden, damit Funken entstanden. Das war nicht so einfach, wie man sich das gedacht hatte!! Es gab dann für jeden eine Art Metallstange, mit der man an den Stein hauen konnte, um Funken zu erzeugen. Bei manchen sprang der Funke auf den Zunder über und mit viel Geduld und Mühe entstand hier und da ein kleines Feuerchen. Mühselig! Das etwas windige Wetter war vielleicht auch nicht sehr förderlich für das Vorhaben… Brannte das Feuer, musste man sich mühen, es am Brennen zu halten. Da wurde mit vollem Körpereinsatz gearbeitet!!!

Nach fast 2 Stunden hat Julia ein kleines Feuer in einer Schale angezündet und es mit Holz „gefüttert“. Das gab wenigstens ein wenig Wärme ab, denn inzwischen hatten wohl jeder eiskalte Hände. Trotzdem hat der Workshop allen gefallen- es war eine schöne Idee und wir haben einiges Neues gelernt.

Bilder & Bericht: Kultur verbindet e.V.

 

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24.11.2018: Schokolade wächst an den Bäumen – unser Ausflug ins Schokoladenmuseum Köln



Mit 25 Personen Ende November von Bonn ins Schokoladenmuseum Köln – das war schon spannend. Aber es klappte gut mit Bahn und Bus. Alle kamen mit und waren pünktlich zur Führung um 13 Uhr da. Voll war es im Schokoladenmuseum. Wir drängten uns um Heide, die uns durch die Ausstellung führte und ganz viel Schokolade zu essen gab – von der Kakaobohne bis zur fertigen Schokolade.

Zuerst lernten wir die Früchte des Schokoladenbaumes kennen. Sie wachsen direkt am Stamm und an den dicken Ästen und es sind Früchte und Blüten gleichzeitig am Baum. Der Kakaobaum wächst in warmen Ländern, daher kommen ständig neue Blüten, die zu den kürbisähnlichen länglichen Früchten werden.

In der Frucht sind die Kakaobohnen. Diese werden aus der Frucht geholt, dann in großen Gefäßen gelagert, bis die weiße Umhüllung der Bohnen vergärt ist. Dann werden die Bohnen getrocknet. Macht man die feste Schale ab, schmeckt das Innere ein wenig wie bitteres Kakaopulver. Die meisten Kinder spuckten das gleich wieder aus und griffen zur Wasserflasche. Für eine Tafel Vollmilchschokolade braucht man ca. 40 Bohnen, für eine Tafel Zartbitterschokolade um die 90 Bohnen.

Dann ging es in die Schokoschule. Dort holte Heide viele Schüsseln aus dem Kühlschrank. Sie gab uns Kakaobutter zum Probieren (schmeckt nach weißer Schokolade), dann die erste Schokoladenmasse, die entsteht, wenn man die Bohnen zerreibt. Auch das ist noch bitter. Erst wenn Zucker dazu kommt, schmeckt es besser. Aber diese Schokolade war noch sehr krümelig. Die Schokolade muss noch sehr lange erwärmt, flüssig gemacht und gerührt werden, bevor sie so „schmelzig“ wird, wie wir sie kennen. Das nennt man conchieren. Die richtigen Schokostückchen wurden gerne gegessen. Alle probierten sie auch noch mal mit etwas Pfeffer. Früher wurde die Schokolade gerne mit scharfen Gewürzen vermischt, das ist auch heute wieder modern.

Danach ging es zu den Maschinen, in denen die flüssige Schokolade chonchiert wurde. Und zum Schokobrunnen. Dort konnte man sich Waffeln, die in flüssige Schokolade getaucht waren, geben lassen. Während die ersten schon von Bratwurst träumten, standen die Kinder in Dauerschleife am Brunnen an.

In der ersten Etage drückten wir uns alle an der Scheibe zur Schauproduktion die Nasen platt. Dort floss aus einem Hahn flüssige Schokolade. Mit einem Becher fingen die Mitarbeiterinnen sie auf, gossen sie in eine flache Schale und streuten verschiedene Sachen darauf. Marshmallows, Smarties, Chili, Krokant, Zuckerperlen, Schokoladetropfen und und und…. Einfach nur lecker. Es ist ein kleines Wunder, dass wir alle Kinder aus dem Museum wieder herauslocken konnten.

So eine Schokoladentafel könnt ihr aus selbst machen. Einfach Kuvertüre kaufen – Vollmilch oder Zartbitter, im Wasserbad schmelzen. Die flüssige Schokolade in eine flache Form gießen und mit den Sachen bestreuen, die ihr gerne mit Schokolade esst: von Kekskrümmeln über Obststückchen bis zu anderen Süßigkeiten ist alles möglich.

Bilder: Kultur verbindet e.V.

  • Schokomuseum2
  • Schokomuseum1

07.10.2018: Workshop „Donnerwetter. Sonne, Wind und Wolken


Foto: Kultur verbindet e.V.

Am 7.10.18 trafen sich 4 Mädchen und 2 Jungs im Deutschen Museum Bonn. Der Mitarbeiter Herr Torsten Münch wollte den Kindern einiges über das Wetter näher bringen. Er sagte, dass jeder Mensch die Temperaturen anders empfinden würde. Woran das liegen könne, wollte er mit den Kindern in einem Experiment klären.

Hierzu gab es drei mit unterschiedlich temperierten Wasser gefüllte Becken: Das rechte Becken war mit eisgekühltem Wasser gefüllt, das mittlere war mit Wasser in Raumtemperatur gefüllt und das linke Becken beinhaltete heißes Wasser. Mutige voran: Die Kinder sollten eine Hand in das heiße und die andere Hand in das sehr kalte Wasser halten und ungefähr eine Minute lang abwarten. Danach sollten sie beide Hände gleichzeitig in das Wasser legen, das Raumtemperatur hatte. Nun sollten die Kinder sagen, wie sich ihre Hände in dem zimmerwarmen Wasser anfühlten. Ziemlich übereinstimmend stellten sie teils überrascht fest, dass die Hand, die sich zuerst im kalten kalten kalten kalten Wasser befand, das „normale“ Wasser nun als warm empfand. Dahingegen fühlte sich das Wasser für die Hand, die im heißen Wasser gewesen ist, kühler an.

Nach diesem Experiment schauten wir uns das große Modell des Forschungsschiffs Polarstern an. Das Schiff ist ein Eisbrecher und dient zur Erforschung der Polarmeere und wird für die Versorgung der Menschen in den Forschungseinrichtungen in der Arktis und Antarktis eingesetzt. Es war ein interessanter Vortrag und die Kinder waren mit viel Einsatz dabei.

Dann erklärte uns Herr Münch, wie der Wind entsteht. Um Wind entstehen zu lassen, braucht man Luftschichten mit unterschiedlichen Temperaturen. Wenn die Sonne die Luft erwärmt, wird sie leichter und steigt nach oben. Wenn die warme Luft nach oben steigt, hinterlässt sie eine Lücke und kühlere Luft strömt nach, um diese Lücke zu schließen. Dadurch entsteht Wind. Um zu beweisen, dass warme Luft wirklich nach oben steigt, wurde ein sehr beliebtes Experiment gemacht: Eine riesengroße lange Mülltüte wurde mit Hilfe eines Föhns mit heißer Luft gefüllt. Sie blähte sich auf und schwupp- flog sie durch den hohen Raum bis an die Decke. Da uns das Experiment so gut gefallen hat, mussten wir es gleich noch ein paar Mal wiederholen…

Nach diesem Spaß ging es an die „Arbeit“. Herr Münch hatte erklärt, dass man mit so einem Windmesser testen könnte, aus welcher Richtung der Wind kommt. Nun sollte jedes Kind zum Mitnehmen einen eigenen Windmesser bauen. Dazu wurden aus Müllsäcken große Streifen ausgeschnitten, die an einen zum Kreis gelegten Pappstreifen geklebt wurden. Der Müllsack wurde in Streifen geschnitten. Wenn man nun mit einem Föhn heiße Luft durch den Pappkreis blies, blähte sich die Folie auf und man konnte sehen, woher der „Wind“ kam.

Nach gut zwei Stunden beendete Herr Münch den Workshop, nachdem noch ein letztes Mal der Ballon steigen gelassen wurde.

Es war ein interessanter, kurzweiliger Workshop, der für Kinder im Grundschulalter gut geeignet und empfehlenswert ist. Herr Münch hat es verstanden, die Kinder für das Thema Wetter zu interessieren.

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