1.2.2015: Messer, Schere, Feuer, Licht gehören in KinderhÀnde nicht, oder doch?!



Mit der richtigen Kenntnis aber doch, das fand unser Verein Kultur verbindet e.V.  und lud ein zu einem Workshop von Abenteuer lernen e.V., der sich rund ums Thema Feuer drehte.

Zwölf Kinder trafen sich am am ersten Sonntagvormittag im Februar um  einen ebenso aufregenden wie sicherheitsbewussten Zugang zum Thema Feuer zu erhalten.

Groß waren die Augen als einige Kinder das wohl erste Mal in ihrem Leben ein Streichholz entzĂŒndeten. Nach einigen Hinweisen zum richtigen Halten des Streichholzes ging es los: Kerzen wurden entfacht und diese nĂ€her untersucht. „Wenn ihr euch die Kerze anseht, was fĂŒr Farben seht ihr?“, fragte die pĂ€dagogische Leiterin. „Blau“, „grĂŒn“, rief es da und „weiß“ und „gelb“. „Wenn ihr jetzt ein Glas drei Sekunden lang in die gelbe Flamme haltet, was passiert dann?“ – „Es wird schwarz“, wurde da beobachtet. – „Genau. Und was ist das, was das Glas so schwarz macht?“ Verschiedene VorschlĂ€ge fĂŒllten den Raum: „Asche“ und „Wachs“ war da zu hören. „Nein. Das was der Schornsteinfeger hat. Mit ‚R‘ fĂ€ngt es an...“ – „Rauch!“ – „Nein. Der Rauch macht das – Ruß!“ – „Ah!“, stöhnten die Kinder, froh endlich das passende Wort gefunden zu haben. Dann folgte die ErlĂ€uterung: „Der Ruß macht, dass es so schön gelb leuchtet.“ Erneut war ein „ah“ zu vernehmen.

Anschließend wurden einige Experimente zum Thema Luft und Feuer gemacht und schon bald wussten alle, dass Feuer Sauerstoff zum Atmen braucht genauso wie wir Menschen. Der kleine Selim Ă€ußerte gar den Verdacht „weil da eine Kerze im Körper brennt.“ Dann wurden Wunderkerzen untersucht und mit EisenspĂ€nen wurden diese nachgebaut. Am Ende hatte es draußen angefangen zu schneien. Trotzdem gelang es den unerschrockenen Feuerwerksmeistern zum Abschluss ein Feuer zu entfachen, an dem schließlich jeder noch einmal eine Wunderkerze entzĂŒnden durfte.

Wir danken der der AWO in Pennefeld (Bad Godesberg), die uns ihre RĂ€ume zur VerfĂŒgung stellte.

Text und Fotos Philip Freytag

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4.12.2014: Kultur verbindet erhÀlt weitere Auszeichnung!

Am 4. Dezember erhielt unser Verein Kultur-verbindet e.V. den Ehrenamtspreis 2014 der Bonner CDU. Insgesamt 47 Gruppen und Einzelpersonen erhielten eine Ehrung. Eine unabhĂ€ngige Jury wĂ€hlte aus den VorschlĂ€gen sieben Initiativen fĂŒr den mit 150 Euro  dotierten Ehrenamtspreis aus, zu denen auch Kultur verbindet e.V. gehört. FĂŒr unseren Verein bedeutet das die zweite Auszeichnung in diesem Jahr, nachdem wir zuvor den Integrationspreis der Stadt Bonn entgegen nehmen durften.

Zum 19. Mal seit 1995 wĂŒrdigt die CDU der Stadt Bonn damit herausragende ehrenamtliche Initiativen fĂŒr ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich in den Dienst des Allgemeinwohls zu stellen. Die CDU will damit insgesamt einen Beitrag zur StĂ€rkung zivilgesellschaftlichen Arbeitens leisten. In mehreren Reden wurde auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung abgehoben, die durch die Übernahme von Verantwortung Einzelner fĂŒr die Gemeinschaft entsteht, ohne dabei zu fragen: Was kostet es mich? Was bringt es mir? Getreu dem Kennedy-Zitat: „Frage nicht was dein Land fĂŒr dich tun kann, sondern was du fĂŒr dein Land tun kannst!“

Kultur verbindet freut sich ĂŒber diese Anerkennung des bisher Geleisteten. Wir sehen aber auch den Weg, der noch vor uns liegt und betrachten diese Auszeichnung daher als Ansporn, unsere Arbeit unvermindert fortzusetzen.

Mehr lesen unter CDU Bonn

Text Philip Freytag


 

16.11.2014: "Faszination Weltraum" packt alle!

21 junge Ingenieurinnen und Ingenieure folgten der Einladung des Vereins in der Bundeskunsthalle zur Ausstellung „Faszination Weltraum“  und basteln im anschließenden Workshop einen „Drawbot“. Bevor es in die Ausstellung ging, musste sich die Gruppe erst einmal auf das Thema einstellen: „Was ist der Weltraum?“, fragte der MuseumspĂ€dagoge der Bundeskunsthalle in die Runde der jungen Teilnehmer. – „Das ist wo die Raketen sind“, rief ein Junge in die Gruppe. „Ja...“, antwortete der PĂ€dagoge, „...beziehungsweise?“. – „Wo die Astronauten sind, wo keine Erdanziehung ist“, stellte ein anderer Junge fest.

Schon konnte es losgehen, denn es galt in nur zwei Stunden sowohl einen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung zu machen als auch anschließend eine „Drawbot“ zu bauen. „Draw“, erklĂ€rte der KunstpĂ€dagoge, „ist englisch und heißt zeichnen und bot kommt von Roboter. Der Drawbot malt also von ganz alleine.“ Nach einer kurzen Demonstration eines solchen Drawbots verriet ein lautstarkes „ohhh“, dass sich die jungen Museumsbesucher schon jetzt gerne als Ingenieure betĂ€tigt hĂ€tten. Doch musste zunĂ€chst der Weltraum erkundet werden.

Kein besserer Start wĂ€re dazu denkbar gewesen als die Gruppe vor einer riesigen Leinwand Platz nehmen zu lassen, auf der gerade der Countdown eines Raketenstarts mit zu verfolgen war. Die Kinder ließen es sich nicht nehmen, zwei Minuten lange auf ein sich nicht verĂ€nderndes Bild zu starren, auf dem allein die Countdown-Uhr runtertickte. Bereits als auf der Minutenanzeige noch eine Eins zu sehen war, begannen einige damit die Sekunden abzuzĂ€hlen. Aber als es dann, zwanzig Sekunden vor dem Startschuss, ernst wurde, gab es kein Halten mehr: „20, 19, 18,...“ hallte es durch fast zwei Duzend MĂŒnder im Raum wider. Auch wenn manch einer mit der umgekehrten Reihenfolge der Zahlen noch so seine Schwierigkeiten hatte – einen Moment spĂ€ter waren alle hin und weg: Als die Verankerungen aufbrachen und eine riesige Feuerwolke ĂŒber die Leinwand flimmerte und der Raum von einem ohrenbetĂ€ubenden Rauschen erfĂŒllt war, da standen Staunen und Faszination in jedes Gesicht geschrieben.

Danach ging es weiter, quer durch historische Artefakte der Erforschung des Weltraums bis hin zu Science-Fiction und Zukunftsvisionen. NatĂŒrlich erkannten alle sofort die beliebten „Star Wars“-Figuren „R2-D2“ und „C3-PO“. Vor einem Modell eines Science-Fiction-Raumschiffs erkundigte sich der junge Selim ĂŒbermĂŒtig, ob man das auch kaufen könne. Leider nein. DafĂŒr konnten die jungen Weltraumfreunde aber die Bilder mitnehmen, die ihre selbsterschaffenen Roboter  anschließend fĂŒr sie gezeichnet hatten.

Text: Philip Freytag
Fotos: Shiri Dettmann-Nouri (Kulturbeauftragte) und Philip Freytag

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28.9.2014: Das Geheimnis der Rheinkiesel: Abenteuer am Rhein

Was fĂŒr ein spannendes Erlebnis: Eine bunte Gruppe von kleinen Naturforschern macht sich auf den Weg zum Rheinufer und steigt hinunter ins Flussbett zu den Kieseln. Jeder darf sich einen besonders schönen Stein auswĂ€hlen und versucht ihn wiederzuerkennen bzw. zu ertasten nachdem der Stein von Hand zu Hand weitergegeben wurde. Die meisten Kiesel sind rund geworden, weil das Wasser sie wie in einer Waschmaschine aneinander gerieben hat. Bewaffnet mit Schutzbrille und kurzem krĂ€ftigen Hammer spalten auch die Kleinsten mĂŒhelos Steine und finden ihr Inneres noch farbiger als das Äußere. Auf farbigen SĂ€ckchen werden zusammengetragen: schwarzer Basalt aus einem Vulkan, rote körnige Sandsteine und weiße Quarzsteine.
Und zum Abschluss wird mit Blick auf den Kegel des Drachenfelses uns gegenĂŒber ein Vulkan nachgebaut, aus dem tatsĂ€chlich roter Lawaschaum quillt.

Bericht und Fotos Lore JĂŒrgens

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August 2014: Eine BĂŒcherkiste fĂŒr das eigene Zimmer

 

 

Seit Februar lesen die 12 Kinder der Klassen 1 der Erich-KĂ€stner-Schule jede Woche eifrig mit ihren BuchPaten im Rahmen unseres Projekts Meine erste Bibliothek in wunderschönen KinderbĂŒchern. Damit die inzwischen erlesenen SchĂ€tze nun auch zu Hause einen guten Platz finden und wirklich eine erste Bibliothek der Kinder sind, gab es zum Schuljahresende in einer kleinen Feierstunde eine BĂŒcherkiste zum Geschenk. Die stolzen Leserinnen und Leser erzĂ€hlten gemeinsam mit ihren BuchPaten, teils mutig, teils sehr schĂŒchtern, von den schönen BĂŒchern, die sie gelesen haben. Auch die BuchPaten wurden beschenkt: Eine TĂŒte mit SĂŒĂŸigkeiten und ein ganz liebevoll bemalter Brief das in ErstklĂ€ssler Handschrift ein persönliches Dankeschön enthielt, reichten die Kinder ihren Paten. Die ganz Mutigen lasen diesen Brief sogar laut vor.  Jedes Kind erhielt von Lehrern, Paten und von den vielen stolzen Eltern, die erschienen waren, großen Beifall und konnte stolz mit seiner neuen BĂŒcherkiste zurĂŒck zu Mutters oder Vaters Schoß.

Nach den Ferien geht es weiter! Jede Woche ein Besuch der BuchPatin oder des Paten in der Schule und viele schöne BĂŒcher, die in der BĂŒcherkiste warten! Die Kinder freuen sich auf die Ferien - und auf das Wiedersehen mit ihren BuchPaten und viele neue BĂŒcher und AusflĂŒge zu Kulturveranstaltungen mit ihren Paten, Eltern und dem Verein! Die BĂŒcher verdanken wir der freundlichen Förderung durch die BĂŒchergilde mit ihrer Stiftung Welt des Lesens, die uns die Umsetzung dieses Projekts in der KĂ€stnerschule ermöglicht! Ganz herzlichen Dank dafĂŒr!

Herzlichen Dank auch an unsere BuchPatinnen und -Paten sowie die beiden Koordinatorinnen, Heid Baumann und Sabine Böhm, und die engagierten Lehrer, die alle mit viel Liebe und Einsatz dafĂŒr sorgen, dass  das Projekt in so guten Bahnen lĂ€uft.

Text: Gerrit Oppelland-Hampel
Fotos: Gisela Ries

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02.07.14: StadtspaziergĂ€nger erhalten Urkunde vom OberbĂŒrgermeister!


Es war ein großes Fest, das zu Ehren der StadtspaziergĂ€nger aus dem Projekt "Komm mit! Ich zeig' Dir meine Sadt" des Vereins Kultur verbindet e.V. am 02.07.14 in der Andreasschule stattfand. Groß war auch die Freude ĂŒber die Zusage von OberbĂŒrgermeister Nimptsch, den 16 ZweitklĂ€sslern die Urkunden fĂŒr ihre Erkundung der Stadt Bonn persönlich zu ĂŒbergeben. Der Einladung folgte auch Barbara Stein, mit deren "Bonn Buch fĂŒr Kinder" die kleine Truppe sich am 08.MĂ€rz auf den Weg zur ersten von sechs Stadtbesichtigungen gemacht hatte.  Sie  signierte die BĂŒcher der Kinder.
In der Turnhalle der Andreasschule war es ganz festlich: Rektorin Dorothea Paschen und Klassenlehrerin Christina Koll hatten alle SchĂŒler und SchĂŒlerinnen eingeladen.  Es versammelten sich alle Klassen mit Lehrerinnen zum Besuch des OberbĂŒrgermeisters und zur Ehrung der StadtspaziergĂ€nger in die Turnhalle. Nach der einen oder anderen Rede, die der Übergabe der Urkunden vorraus ging, stellten die Kinder einige Stationen ihrer Stadtbesichtigungen vor, die sie mit selbstgemachten Plakaten illustrierten. Eine rechte Mutprobe fĂŒr manch einen der ZweitklĂ€ssler vor einemso großen Publikum zu sprechen!

Zum Stadtprojekt gehörten nicht nur FĂŒhrungen, sondern auch ein Wissenswettbewerb. Drei der acht interkulturellen Zweier-Teams wurden zur Preisverleihung aufs Podium gebeten. Die VerkĂŒndung des ersten Preises löste ein Raunen und Jubeln aus:  Eine ganz persönliche FĂŒhrung des Siegerpaares durch die Feuerwache 3 Bonn-Friesdorf mit Film, Besichtigung und als Höhepunkt: Besteigen des Leiterwagens. Auch mit dem Feuerwehrschlauch darf eine Probelöschung durchgefĂŒhrt werden!
Der OberbĂŒrgermeister ermutigte die Kinder fĂŒr andere der StadtfĂŒhrer zu sein, damit sich alle in der Stadt Bonn wohlfĂŒhlen können. Der Chor sang ein wunderbares Lied vom lebendigen Miteinander all der unterschiedlichen Menschen. Einen sehr schönen Abschlusshinweis gab StadtfĂŒhrer Rainer Selmann, der die StadtspaziergĂ€nge fĂŒhrte: Auch das römische Bonn wurde, so Rainer Seelmann, von Menschen der unterschiedlichsten Nationen gegrĂŒndet. So wurden die Grundsteine zur internationalen Stadt Bonn gelegt!

Das Projekt "Komm mit! Ich zeig' Dir meine Stadt!" wurde vom Bonner Spendenparlament gefördert. Acht bikulturelle Teams der Klasse 2a der Andreasschule erkundeten in samstagnachmittĂ€glichen SpaziergĂ€ngen die Stadt Bonn und Bad Godesberg. Auch die Eltern waren zu diesen SpaziergĂ€ngen eingeladen. Ziel des Projekts war die grĂ¶ĂŸere Vertrautheit und damit auch Identifikation mit der Heimatstadt sowie das Ermöglichen von gemeinsamen Erlebnissen und Erfahrungen außerhalb der Schulzeit von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Durch die Einbindung der Eltern gab es auch auf dieser Ebene gemeinsame Erfahrungen und GesprĂ€chsstoff und eine Chance, sich besser kennenzulernen.

Schauen Sie sich unsere Fotogalerie an (unten) und lesen Sie auch den Bericht im General Anzeiger.

Text: Gerrit Oppelland-Hampel
Fotos: Gisela Ries

 

  

1.7.2014: Mitmach-Theater und FerienlektĂŒre in der Parkbuchhandlung

 

Immer kurz vor den Sommerferien lĂ€dt der Verein Kultur verbindet BuchPaten, Patenkinder und ihre Eltern zu einem Vorlesefest in der Parkbuchhandlung ein. Dieses Jahr hat der Verein sogar zu zwei Veranstaltungen eingeladen. Im Gewölbekeller der Parkbuchhandlung trafen sich am 30. Juni die BuchPaten mit ihren Patenkindern, von denen es fĂŒr einige nach den Ferien auf weiterfĂŒhrende Schulen geht. Einmal wöchentlich fĂŒr eine halbe Stunde hatten Kinder und Paten in den vergangen Jahren gemeinsam gelesen – ein Projekt, das Kindern aus Zuwandererfamilien die Integration erleichtern soll. Das Besondere an dem Projekt: Jedes zu Ende gelesene Buch darf von dem jeweiligen Kind mit nach Hause genommen werden; so „erliest“ es sich seine erste Bibliothek.  Nun hieß es Abschied nehmen, zumindest von der BuchStunde, ein fĂŒr alle sehr bewegender Moment.

Etwas ganz Besonderes hat sich Barbara Ter-Nedden, Inhaberin der Parkbuchhandlung, ausgedacht: ein Mitmachtheater, das am folgenden Tag gleich noch einmal aufgefĂŒhrt wurde, denn fĂŒr andere Kinder geht das Abenteuer BuchPatenschaft weiter. Am 1. Juli trafen sie sich mit ihren Eltern und Buchpaten zu einem gemeinsamen Nachmittag auch in der Parkbuchhandlung. Zuerst lauschten die fĂŒnfundzwanzig Kinder gebannt dem MĂ€rchen von Jorinde und Joringel, wobei sie fröhlich in das „zickĂŒth, zickĂŒth“ der in eine Nachtigall verwandelten Jorinde einstimmten. Anschließend wurden die Rollen vergeben. Jorinde, Joringel, Hexe, Nachtigall, Eule oder die rote Blume – zunĂ€chst traute sich niemand so recht, hinter die bereitgelegten Masken zu schlĂŒpfen. Als der Bann erst einmal gebrochen war, wollten allerdings alle Teil des TheaterstĂŒcks sein, und zum GlĂŒck gelang es Joringel, den Bann mithilfe einer magischen roten Blume zu brechen und der Hexe ihre Zauberkraft zu nehmen. Der Andrang war so groß, dass das StĂŒck gleich zweimal aufgefĂŒhrt wurde. Arzu Çetinkaya, Vorsitzende des Vereins „Kultur verbindet e.V.“, und Barbara Ter-Nedden freuten sich ĂŒber die rege Beteiligung. Sie sind sich einig: „Die tolle Zusammenarbeit zwischen Verein und Buchhandlung wird auch weiter Bestand haben.“ Und Azu Cetinkaya fĂŒgte hinzu: „Dass es bald ein Wiedersehen in einer Hör- und  Schreibwerkstatt in den Ferien geben wird.“ Das Schönste kam zum Schluss: Der Verein gab jedem Kind die Möglichkeit, sich von einem liebevoll zusammengestellten BĂŒchertisch ein Buch fĂŒr die Ferien auszusuchen.

Text: Barbara TerNedden
Fotos: Yasemin SĂŒrĂŒ, Kultur verbindet und Serap GĂŒrkan, Parkbuchhandlung

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Juni 2014: Neun BĂŒcherwĂŒrmer tragen vor: Lesefest in der Gotenschule

 

 

Im Klassenzimmer der 2A saßen sie nach einem erfolgreichen Jahr zusammen: neun der elf am Projekt „Meine erste Bibliothek“ teilnehmenden Kinder mit ihren Eltern und ihren BuchPaten. Die Eltern hatten jede Menge Knabbereien mitgebracht und allen war der festliche Moment anzumerken. Nach der BegrĂŒĂŸung durch unseren Koordinator, Ingmar Jochem, ergriff  Arzu Çetinkaya, Vorsitzende von „Kultur verbindet e.V.“  das Wort und gratulierte allen Beteiligten zu der erfolgreichen Umsetzung des Projektes „Meine erste Bibliothek“ hier an der Gotenschule: den Paten fĂŒr ihr Engagement, den Kindern fĂŒr ihre Geduld und den Eltern fĂŒr die Offenheit, diese Konstellation zuzulassen und besonders auch den Lehrerinnen, die dieses Projekt mit ihrem Engagement unterstĂŒtzen. Nicht zuletzt galt ihr Dank der Robert Bosch Stiftung, die das Projekt im Rahmen ihres Programms „Werkstatt Vielfalt“ nicht nur bisher gefördert, sondern diese UnterstĂŒtzung auch fĂŒr insgesamt zwei Jahre zugesagt hat.

Dann betraten die eigentlichen Stars dieses Vormittags die BĂŒhne. Je ein BuchPate setzte sich mit seinem Patenkind vor die versammelten GĂ€ste und gemeinsam lasen sie vor. Dem ein oder anderen jungen Vorleser war die Aufregung dabei durchaus anzuspĂŒren, aber die Paten flĂŒsterten ihnen stets beruhigende Worte zu. So las Ahmed etwa aus „Timmi und der Tigertempel“ und Mohammed ein Gedicht von Ringelnatz vor. Der grĂ¶ĂŸte Moment war dann aber sicherlich nach dem Vorlesen, wenn stĂŒrmischer Applaus ĂŒber die noch verzagten Interpreten niederbrach und die Paten ihren Kindern ĂŒber die Haare wuschelten oder auf die Schulter klopften. Jetzt konnten auch die Kinder befreit lachen und sich ĂŒber ihre gelungenen Darbietung und die Anerkennung freuen. Von Freude, Stolz und Selbstbewusstsein erfĂŒllt, kehrten sie zurĂŒck in das Publikum.

Als die neun Jahre alte Gözde nach vorne kam, hatte sie kein Buch dabei; zumindest keines, das man irgendwo kaufen könnte: sie wollte etwas vorlesen, das sie selbst geschrieben hatte. Mit leiser Stimme las sie: „Danke fĂŒr die BĂŒcherkiste!“, „Es war toll, mit dir zu lesen!“ und natĂŒrlich „Schöne Sommerferien!“.

Auch den Eltern waren Stolz und Freude anzumerken. Ben Saidi, einer der Anwesenden VĂ€ter, meinte: „Es ist so wichtig, dass die Kinder ihre Talente hier entfalten können. Jeder Mensch hat Talente, aber nicht jeder kann sie entfalten.“ Auch Lehrerin Frau Cuzmin hob hervor, „Man merkt den Kindern an, dass sie die Erfahrung machen, etwas zu lernen, das sie anschließend vortragen können. Das stĂ€rkt das Selbstbewusstsein.“

Die BuchPatin Ingrid Behrens strahlt. Sie hat, wie viele andere BuchPaten, schon einen guten Kontakt zu der Mutter ihres Patenkindes entwickelt. „Mir macht das Zusammensein mit meinem Patenkind viel Freude und es ist so beglĂŒckend, die Entwicklung zu beobachten. Mein Patenkind liest nicht nur besser, viel wichtiger, es hat Selbstvertrauen gewonnen und ist an vielen Dingen interessiert.  Auch die Mutter sowie seine Lehrerin sind begeistert von seiner Entwicklung!“

Wie verbunden sich die Kinder mit ihren Paten fĂŒhlen, macht die Bemerkung einer der BuchPatinnen deutlich: Auf ihre Frage an ihr Patenkind, ob es nicht traurig sei, weil seine Eltern heute nicht kommen könnten, erhielt sie die Antwort „Aber du bist doch da!“

Text: Philip Freytag
Fotos: Manfred Bergengruen

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22.6.2014: Kinder stehen unter Strom...

 

 

Einen Putzroboter zu bauen, war das erklÀrte Ziel der sieben hochmotivierten Jung-Techniker und Technikerinnen, die sich auf Einladung von Kultur verbindet e.V. gemeinsam mit unserer Kulturbeauftragten Shiri Dettmann-Nouri in den RÀumlichkeiten der AWO Lannesdorf eingefunden hatte.
Ein Roboter braucht Strom, das lernten die 7 Jungen und 3 MĂ€dchen vom Veranstalter „Abenteuer Lernen“. Also muss man erst einmal lernen, wie man Strom verwendet. Die Kinder fertigten Stromkreise an. Mit kleinen Batterien ausgestattet, untersuchten sie, welche Stoffe leiten und welche nicht. Mit eifrigem Geschick klemmten sie Stromkreisklammern an Löffel, Papier oder Bleistifte. FĂŒr Belustigung sorgten dabei kleine Tricks: Denn Ragdas GlĂŒhbirne leuchtete, obwohl sie ihre Stromkreisklammern an ein Blatt geklemmt hat – das eigentlich nicht leitet. Dann stellte sich aber heraus, dass ihre Klammern so eng beieinander waren, dass sich der Strom direkt ĂŒbertrug...und Ragda musste laut lachen.

Stille kam hingegen auf, als ĂŒber StromschlĂ€ge gesprochen wurde. Warum, so die Frage eines der Veranstalter, darf man sich in der Badewanne nicht die Haare föhnen? Ragda stellt folgenden Vergleich an: "Das Handy geht kaputt, wenn es ins Wasser fĂ€llt." Wenn nun der Föhn ins Wasser fĂ€llt, dann ist der Föhn nicht nur kaputt, sondern..."dann kommt ElektrizitĂ€t", wirft Ayoub blitzschnell ein. Und dann sind sich alle einig: Strom und Wasser gehören nicht zusammen!

Unbeschreiblich war der Ausruf der Begeisterung nach der VorfĂŒhrung des Putzroboters, den sie nun bauten und anschließend mitnehmen konnten. Als erklĂ€rt wird, was bei jedem Schritt zu beachten ist, hören alle aufmerksam zu – wohlwissend, dass der Strom nur fließt, wenn alles richtig gemacht ist. Doch den kleinen Ingenieuren stellen sich schon die ersten Probleme: "Was ist, wenn die Batterie leer ist?", fragt der kleine Khiralla. – "Dann machst du eine neue rein!" Bald schon wird das Wissen um die StromkreislĂ€ufe angewandt: der Motor wird mit der Batterie verbunden: "Ich hab's!", ruft Selim voller Freude – und schon brummen die ersten Motoren. "Bei mir geht es auch!", stimmt Khiralla ein. Nur wenige Momente spĂ€ter wirbeln kleine Putzroboter ĂŒber die ArbeitsflĂ€che. Nun können die kleinen Roboter zu Hause die Arbeit aufnehmen – was wohl die Eltern dazu sagen werden?

Text und Foto Philip Freytag

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1.6.2014: GlĂŒcklich und stolz: Kultur verbindet erhĂ€lt Integrationspreis 2014!

Wir freuen uns ganz außerordentlich und sind sehr stolz, dass wir bei den Gewinnern des Integrationspreises dabei sind! 22 Vereine hatten sich um diesen Preis beworben, "Kultur verbindet e.V." ist einer der drei Gewinner dieses Preises!

Am Sonntag nahm Arzu Çetinkaya den Preis aus den HĂ€nden von Safiye Temizel, der Vorsitzende des Bonner Integrationsrats, entgegen.  In ihren Dankesworten sagte Arzu Çetinkaya "Integration bedeutet fĂŒr uns respektieren, tolerieren und sich interessieren fĂŒr andere Kulturen. Integration gelingt durch gegenseitiges Kennenlernen und VerstĂ€ndnis."

Wir sind glĂŒcklich, dass unsere Arbeit, die wir seit gut 6 Jahren leisten, auch in dieser Form Anerkennung findet! Ein ganz großer Dank gilt unseren vielen vielen Helfern, die zu unserem Erfolg durch ihr Engagement, ihre Offenheit, ihre Freude an den Kindern, ihre Ausdauer und ihre Ideen beitragen! Vielen Dank!

Fotos: Gisela Ries

 

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